Gelegtes Handwerk Aurubis-Betrüger erwarten teils lange Haftstrafen

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Im Betrugsprozess um manipulierten Schrott beim Kupferhersteller Aurubis hat das Landgericht die drei Angeklagten zu teils langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt, so die dpa.

Hinter Schloss und Riegel! Die drei Betrüger, die den Hamburger Kupferhersteller Aurubis viel Geld gekostet haben, sind jetzt verurteilt. Lesen Sie hier, was da gelaufen ist ...(Bild:  Aurubis)
Hinter Schloss und Riegel! Die drei Betrüger, die den Hamburger Kupferhersteller Aurubis viel Geld gekostet haben, sind jetzt verurteilt. Lesen Sie hier, was da gelaufen ist ...
(Bild: Aurubis)

Ein ehemals bei dem Unternehmen beschäftigter Materialprüfer aus Neu Wulmstorf (Niedersachsen) wurde wegen Betrugs, Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung zu sechs Jahren Haft verurteilt, so der Richter des Landgerichts in seinem Urteil. Zusätzlich werden 1,57 Millionen Euro und vier Goldbarren eingezogen. Das Geld und die Barren soll der 64-jährige Angeklagte durch die Betrugsmasche erhalten haben. Ein Schrotthändler (71) aus Essen wurde zu fünf Jahren und sein Sohn (46) wegen Beihilfe zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Damit folgte der Richter weitestgehend den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger hatten allerdings einen Freispruch gefordert. Außerdem werden bei den beiden Unternehmen, die an dem Schrotthandel beteiligt waren, insgesamt 3,4 Millionen Euro eingezogen, wie weiter zu erfahren war. Aurubis begrüßte das Urteil schon wegen der Schwere des Schadens.

Das war die Masche der Aurubis-Betrüger

Aurubis kauft unter anderem Elektronikschrott und gewinnt daraus Kupfer und Edelmetalle zurück. Der zuständige Materialprüfer soll laut Gericht den Wert von Schrott verfälscht haben, indem er Gold- und Silberpulver über Proben streute. Das führte dazu, dass Aurubis-Einkäufer jahrelang zu viel Geld für den Schrott zahlten. Die Lieferanten brachten dem Prüfer beispielsweise Platinen von Computern und Aurubis zahlte für Gold, das tatsächlich nicht geliefert wurde, erklärte der Richter. Doch mehrere Zeugen – darunter auch der Vorgesetzte des 64-Jährigen – hätten Unregelmäßigkeiten festgestellt. Fotos der gelieferten Schrottmengen haben demnach normalen Elektronikschrott gezeigt. Die angeblich enthaltene Goldmenge sollte aber fünf Mal so hoch sein wie üblich. Es war klar, dass da etwas beigemischt wurde. Auch Rückstellproben der gelieferten Schrottmengen haben sich als abweichend erwiesen. Aurubis war in der vergangenen Zeit mehrfach Ziel von Kriminellen. Erst im Februar endete am Landgericht Hamburg ein Prozess um Gold- und Silberdiebstähle. Bei den 2020 und 2021 verübten Taten soll dem Unternehmen ein Schaden von rund zehn Millionen Euro entstanden sein.

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