Gute Zeiten Autokonzerne scheffeln Milliarden

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Die größten Autokonzerne der Welt haben einer Analyse zufolge im vergangenen Jahr bei Umsatz und Gewinn Rekorde aufgestellt, wie die dpa jetzt berichtet. Die Verbrenner sind demnach in.

Eine Analyse von EY offenbart, dass manche Automobilkonzerne im letzten Jahr Rekordumsätze feiern durften. Die Nase vorn hat demnach Mercedes-Benz, das Schlusslicht heißt Ford. Und Probleme gibt es zunehmend am chinesischen Markt ...(Bild:  Mercedes-Benz)
Eine Analyse von EY offenbart, dass manche Automobilkonzerne im letzten Jahr Rekordumsätze feiern durften. Die Nase vorn hat demnach Mercedes-Benz, das Schlusslicht heißt Ford. Und Probleme gibt es zunehmend am chinesischen Markt ...
(Bild: Mercedes-Benz)

Im Schlussquartal gab es in der Automobilbranche aber doch noch Bremsspuren, wie aus der Untersuchung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervorgeht. Für die aktuelle Analyse haben die Experten die Finanzkennzahlen der 16 größten Automobilkonzerne ausgewertet. Aufgrund hoher Neuwagenpreise und einem Absatzplus von sieben Prozent fuhren die Konzerne demnach einen Gesamtumsatz von gut zwei Billionen Euro ein – und damit 13,7 Prozent mehr als 2022. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte dabei um gut 15 Prozent und erreichte rund 176 Milliarden Euro. Ein wichtiger Grund für die Zuwächse war jedoch ein Sondereffekt, wie es weiter heißt. Denn der schwache Yen verhalf japanischen Autokonzernen demzufolge zu einem Gewinnplus von rund zwei Dritteln und einem Umsatzwachstum von 22 Prozent. Weniger dynamisch ging es beim Rest zu. Die deutschen Hersteller verzeichneten zusammen ein Gewinnwachstum von sieben Prozent, bei den US-Konzerne rutschte der Ertrag sogar um fast 30 Prozent ab. Die Profitabilität stieg aber leicht. Die durchschnittliche Ebit-Marge, die den operativen Gewinn ins Verhältnis zum Umsatz setzt, lag bei 8,6 Prozent. Sie bleibe damit das dritte Jahr in Folge auf dem Niveau von über acht Prozent. In den fünf Jahren vor Ausbruch der Corona-Pandemie hatte die Gewinnmarge übrigens bei durchschnittlich 5,5 Prozent gelegen.

Mercedes-Benz ist der glückliche Spitzenreiter

Mit 12,8 Prozent profitabelster Autokonzern war im vergangenen Jahr Mercedes-Benz. Die Stuttgarter führen demnach die Rangliste vor der Opel-Mutter Stellantis (12,1 Prozent) und BMW (11,9 Prozent) an. Im Gegensatz zum Zweit- und Drittplatzierten sank die Marge der Stuttgarter aber im Vorjahresvergleich. Den stärksten Rückgang 2023 verzeichnete jedoch Tesla. Die Marge des Elektroautoherstellers sank im Vergleich zum Vorjahr nämlich von 16,8 auf 9,2 Prozent, womit sich das Unternehmen im Mittelfeld findet. Der Volkswagen-Konzern landete auf dem zehnten Platz. Schlusslicht war der US-Autobauer Ford. Im vierten Quartal trübte sich das Bild im Vergleich zum ganzen Jahr aber noch ein. Der Umsatz stieg unterdurchschnittlich um neun Prozent, der Gewinn schrumpfte um fünf Prozent. Im vergangenen Jahr konnte die Branche noch von hohen Neuwagenpreisen und der wiederhergestellten Lieferfähigkeit profitieren. Allerdings wurden auch die Probleme, vor denen die Branche steht, immer deutlicher, wie die EY-Experten kommentieren. Als ein Problem der Branche macht man die schwächelnde Konjunktur aus.

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