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Für die speziellen Anforderungen des automatisierten Verfahrens hat die Hufschmied Zerspanungssysteme GmbH, Bobingen bei Augsburg, die Geometrien der Fräser und die Bearbeitungsparameter optimiert. Die Werkzeuge sind auf hohe Standzeiten ausgelegt. Ihr Einsatz ermöglicht unter anderem eine erhebliche Verbesserung der zu verklebenden Oberflächen. So wird die Benetzung der Reparaturstelle durch den Klebstoff erhöht. Der klebtechnische Prozess gewinnt an Sicherheit.
Neuteilähnlicher Bauteilzustand über einen langen Zeitraum
Dazu war wieder das Know-how des Wiweb gefragt. Zeitgleich zur Entwicklungsarbeit der drei anderen Partner wurden am Wehrwissenschaftlichen Institut systematische Untersuchungen zu den klebtechnischen Prozessen beim Patchen von FVK durchgeführt.
Schwerpunkte waren die Untersuchung von Prozessen zur Oberflächenvorbehandlung sowie das Erkennen von Störquellen im klebtechnischen Prozess. Ziel des Instituts ist es, robuste Klebprozesse zu erreichen, die zuverlässig über einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren die Bauteile in einen neuteilähnlichen Zustand versetzen.
Die Vorteile des Reparaturverfahrens liegen auf der Hand: Das gemeinsam zur Serienreife entwickelte Verfahren ermöglicht die Wiederherstellung der strukturellen Bauteileigenschaften mit hoher Präzision sowie die sicherheitstechnische Nachweisführung. Der Reparaturvorgang für alle faserverstärkten Kunststoffe wird schneller und sicherer.
Der Zeitgewinn im Vergleich zu manuellen Verfahren ist enorm. Wenn jetzt ein Schaden an einem FVK-Strukturbauteil entsteht, kann er schnell beseitigt werden.
* Dipl.-Ing. Ralph R. Hufschmied ist Geschäftsführer der Hufschmied Zerspanungssysteme GmbH in 86399 Bobingen
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