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Im Anschluss an die Elektroplanung erstellen die Fachleute bei der W. Althaus AG einen virtuellen Schaltschrankprototypen mit Eplan Pro Panel. Dabei hängt die Qualität des Prototyps davon ab, ob von allen eingesetzten Komponenten die notwendigen Daten vorliegen. Diese müssen neben den Abmessungen auch die Details zu den elektrischen Anschlüssen enthalten. Außerdem sind die kaufmännischen Daten wie Bestellnummern und Preise wichtig. „Die Daten lassen sich am einfachsten aus dem Eplan-Data-Portal, in dem aktuell etwa 470.000 Artikel- und Gerätedatensätze von über 60 namhaften Herstellern erhältlich sind, direkt in die lokale Eplan-Datenbank bei Althaus herunterladen“, erläutert Jan-Henry Schall, Projektleiter Rittal-Wertschöpfungskette.
„Mit den Eplan-Tools und der Anbindung an unser Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)System steuern wir praktisch alle Prozesse innerhalb des Unternehmens“, betont Althaus. „Deswegen ist es für uns besonders wichtig, dass die Daten im Eplan-Data-Portal möglichst komplett vorhanden sind, wie dies zum Beispiel bei den Systemkomponenten von Rittal der Fall ist.“ Mit dieser Schaltschrank-Systemtechnik werden die Steuerungs- und Schaltanlagen standardisiert und modular realisiert. Bei den Komponenten mancher Hersteller, deren Daten nicht vollständig vorliegen, müsse das Unternehmen einen großen Aufwand betreiben, um die interne Datenbank komplett und aktuell zu halten. Letztendlich stehe und falle die ganze Automatisierung bei der W. Althaus AG mit der Qualität dieser Komponentendaten. Grundvoraussetzung sei, dass die bei der Elektroplanung und der Prototypenerstellung erzeugten Daten durchgängig weiterverwendet werden können. Nur so ließen sich die nachfolgenden Prozesse mit der notwendigen Effizienz steuern. Mit den Daten aus der Eplan-Plattform sei dies ohne Probleme möglich.
Fertigung optimal gestalten heißt immer, man muss automatisieren
„Die Fertigung im Steuerungs- und Schaltanlagenbau ist heute in der Regel noch durch viel Handarbeit geprägt. Bei der W. Althaus AG setzt man aber auch in der Fertigung auf einen möglichst hohen Automationsgrad“, betont Jens von Kiesling, Leiter Entwicklung und IT der Kiesling Maschinentechnik, die wie Eplan und Rittal zum Unternehmensverbund der Friedhelm Loh Group gehört.
Laut Schall wird beispielsweise direkt aus Eplan Pro Panel heraus ein Routing für die Kabelkonfektionierung durchgeführt: „Sämtliche dafür notwendigen Daten sind in der Elektroplanung und im virtuellen Prototypen bereits vorhanden. Mit diesen Daten lassen sich die vollautomatischen Maschinen zur Kabelkonfektionierung direkt steuern.“
In der Kabelkonfektionierung würden die Kabel dann abgelängt, beschriftet, abisoliert und je nach Anschlusstechnik zum Beispiel mit Aderendhülsen versehen. „Alle für einen Auftrag benötigten Verdrahtungsleitungen lassen sich somit fertig konfektionieren und beschriftet zur Verfügung stellen“, so Schall. Die Kontaktierung der Komponenten im Schaltschrank sei damit sehr einfach. „Im Prinzip muss diese Tätigkeit nicht unbedingt ein Facharbeiter ausführen, da ja sowohl Kabel als auch Komponenten beschriftet sind“, erklärt Walter Althaus.
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