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Auch in der Prüfung kann automatisiert werden
Ein wesentlicher Vorteil der automatisierten Prozesse in der Fertigung ist – neben den Effizienz- und Kostenvorteilen – die höhere Qualität. Konsistent beschriftete Kabel, Hutschienen und Klemmen helfen beispielsweise mit, dass bei der Verdrahtung weniger Fehler gemacht werden. Trotzdem gehört die Prüfung von Steuerungsanlagen vor der Auslieferung natürlich zum Standard. Denn Fehler, die bereits vor der Auslieferung bemerkt und behoben werden, helfen, Kosten zu vermeiden, und erhöhen die Kundenzufriedenheit. So lässt sich auch die Prüfung automatisieren. „Dazu bieten wir mit dem Panel Scout eine Teststeuerung an, die im Vergleich zu einem konventionellen Testverfahren eine Zeitersparnis von etwa 60 % ermöglicht“, merkt von Kiesling an.
Neben der Zeitersparnis spreche auch die höhere Zuverlässigkeit für einen automatisierten Test. „Bei der konventionellen Prüfung können natürlich auch Fehler auftreten, die wir mit dem Panel Scout vermeiden können“, zeigt sich Althaus von dem System überzeugt. Der Panel Scout besteht aus einem PC, der über einen an die Anwendung angepassten Adapterwagen mit der Steuerung des Prüflings verbunden wird. „Eine automatisierte Prüfung lohnt sich ab einer Losgröße von etwa 30 Stück“, erklärt Althaus.
Blick in die Zukunft zeigt die automatisierte Verdrahtung
„Durch die zusätzlichen Optimierungen entlang der Prozesskette“, so der Firmeninhaber, „haben wir in den letzten zwei bis drei Jahren allein in der Fertigung einen Effizienzgewinn von rund 20 % erreicht.“ Doch Grundvoraussetzung für die hohe Effizienz sei die Durchgängigkeit der Daten entlang der gesamten Prozesskette vom Engineering über die Fertigung bis hin zur Prüfung. Auch die kaufmännischen Prozesse (Kalkulation, Bestellwesen, Logistik) seien dank der durchgängigen Datenhaltung optimal integriert.
Auch in Zukunft werde es Weiterentwicklungen geben, um die Automatisierung voranzutreiben, ist Althaus überzeugt: „Die automatisierte Verdrahtung von Komponenten, wie sie Kiesling Maschinentechnik jetzt mit dem Verdrahtungszentrum Averex plant, werden wir auf jeden Fall testen.“ Denn nur durch immer weitere Optimierungen könne man als Schweizer Unternehmen mit relativ hohem Lohnniveau international wettbewerbsfähig bleiben. Erste konkrete Feldtests des Verdrahtungszentrums laufen laut Rittal in den nächsten Monaten an. All dies sind vielversprechende Ansätze auf dem Weg zur Vision Industrie 4.0, die eine konsequente Standardisierung bis hin zu automatisierten Verfahren und Maschinen voraussetzt.
* Weitere Informationen: Rittal GmbH & Co. KG, 35745 Herborn
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