Schleifen

Bandschliff erreicht neues Niveau durch Kontaktscheibenoptimierung

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Als zweitschwächster Einflussfaktor stellte sich die Schleifdauer heraus, die das Zeitspanungsvolumen ebenfalls positiv beeinflusst. Auch bei ihrer Betrachtung konnte eine verstärkende Wechselwirkung mit der Schnittgeschwindigkeit nachgewiesen werden. Das Gleiche gilt für den Einfluss des Lamellenabstands. Denn der Einsatz von „aggressiveren“ Kontaktscheiben mit einem größeren Lamellenabstand führte zu einer signifikanten Verstärkung der Abtragsleistung.

Breitere Datenbasis soll gewonnen werden

Die schwächste der relevanten Wechselwirkungen stellt diejenige zwischen Schnittgeschwindigkeit und Lamellenabstand dar. Außerdem wurde nachgewiesen, dass die Bandspannung keinen signifikanten Einfluss auf das Qualitätsmerkmal hat. Die Bandspannung kann jedoch die elastischen Eigenschaften des Systems Kontaktscheibe/Schleifband beeinflussen und soll deshalb bei der Berechnung der Andruckverteilung mitberücksichtigt werden.

Im aktuellen Projektstatus werden bereits die nächsten Schritte verfolgt: So wird ein erweiterter Versuchsplan aufgestellt, um eine breitere Datenbasis für die Anpassung von einem linearen Prozessmodell auf ein quadratisches zu ermöglichen. Es folgt die Verifikation der Modelle anhand weiterer Versuche. Außerdem wird das Eingriffsverhalten der einzelnen Lamellen simuliert, um deren Geometrie zu optimieren.

* Marc Böck ist Mitglied der Geschäftsführung bei der Friedrich August Picard GmbH & Co. KG in Remscheid. Carsten Krewet ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Dortmund.

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