Leicht drüber! BASF kann sich in schwieriger Marktlage behaupten

Quelle: dpa 4 min Lesedauer

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Das dritte Quartal war generell relativ schwach, so BASF. Das Ergebnis liegt aber trotz des anspruchsvollen Umfelds leicht über den Markterwartungen ...

Erfahren Sie hier, wie sich BASF im dritten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr entwickelt hat ...(Bild:  BASF)
Erfahren Sie hier, wie sich BASF im dritten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr entwickelt hat ...
(Bild: BASF)

Dr. Markus Kamieth, der zusammen mit Finanzvorstand Dr. Dirk Elvermann die BASF-Zahlen zum dritten Quartal vorstellte, kommentiert: „In fast allen Branchen und Regionen war das Kaufverhalten nach wie vor zurückhaltend. Doch konnten wir die Erwartungen leicht übertreffen und liegen damit nur leicht unter dem Niveau vom Vorjahresquartal.“ Das Ebitda vor Sondereinflüssen der BASF-Gruppe, einschließlich des nicht fortgeführten Coatings-Geschäfts, ging etwa im Vergleich zum Vorjahresquartal um 78 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro leicht zurück. Aufgrund der geplanten Veräußerung werden die Geschäftseinheiten Fahrzeugserienlacke, Autoreparaturlacke und Oberflächentechnik ab dem 30. September 2025 gemäß IFRS 5 als nicht fortgeführtes Geschäft ausgewiesen, wie BASF anmerkt. Ab diesem Zeitpunkt sind die Umsätze und Ergebnisse dieser Geschäftseinheiten folglich nicht mehr Teil des Umsatzes und des Ebitda der BASF-Gruppe, sowie des Segments Surface Technologies. Rückwirkend zum 1. Januar 2025 und bis zum Abschluss der Transaktion wird das Ergebnis nach Steuern dieser Geschäftseinheiten im Ergebnis nach Steuern der BASF-Gruppe als separate Position („Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft“) ausgewiesen. Die Werte für das Jahr 2024 wurden entsprechend angepasst. Die nun veröffentlichte Quartalsmitteilung zeigt die Pro-forma-Werte (in Klammern), einschließlich des nicht fortgeführten Geschäfts, sowie die angepassten Werte gemäß IFRS 5, ohne nicht fortgeführtes Geschäft.

BASF-Umsatz knickt zum Vorjahresquartal nur leicht ein

Der BASF-Umsatz lag mit 14,3 Milliarden Euro (Quartal 3 2025 pro forma: 15,2 Milliarden Euro) leicht unter dem Wert des Vorjahreszeitraums von 14,8 Milliarden Euro (Quartal 3 2024 = 15,7 Milliarden Euro). Negative Währungseffekte, vor allem aus dem US-Dollar, dem chinesischen Renminbi und aus der indischen Rupie, sowie gesunkene Preise waren laut BASF ausschlaggebend dafür. Die Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions sowie Agricultural Solutions zeigen Preisrückgänge, während Surface Technologies und Nutrition & Care das Preisniveau erhöhen konnten. Eine positive Mengenentwicklung bei Surface Technologies, Chemicals und Materials konnte den Umsatzrückgang wenigstens zum Teil ausgleichen. Das Ebitda vor Sondereinflüssen, ohne das nicht fortgeführte Geschäft, sank im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht von 1,5 Milliarden Euro (Quartal 3 2024 = 1,6 Milliarden Euro) auf 1,4 Milliarden Euro (Quartal 3 2025 pro forma = 1,5 Milliarden). Das kam wegen der rückläufigen Ergebnisentwicklung der Segmente Industrial Solutions, Chemicals, Materials und Nutrition & Care, heißt es. Das Ergebnis von Sonstige verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen belief sich ebenso wie im Vorjahresquartal auf rund zehn Prozent.

Weitere BASF-Ergebnisse für das dritte Quartal 2025

Das Ebitda betrug 1,2 Milliarden Euro (Quartal 3 2025 pro forma = 1,3 Milliarden Euro) nach knapp 1,2 Milliarden Euro (Quartal 3 2024 mit knapp 1,3 Milliarden Euro) im Vorjahreszeitraum. Im Ebitda fielen Sondereinflüsse in Höhe von minus 0,2 Milliarden Euro an. Diese resultierten vor allem aus Sonderaufwendungen für Strukturmaßnahmen – insbesondere im Zusammenhang mit den laufenden Kosteneinsparungsprogrammen. Außerdem ergab sich ein Sonderertrag aus der Veräußerung des Geschäfts mit Food and Health Performance Ingredients im Unternehmensbereich Nutrition & Health. Mit 232 Millionen Euro (Quartal 3 2025 pro forma = 278 Millionen Euro) lag das Ebit über dem Wert des Vorjahresquartals von 191 Millionen Euro (Quartal 3 2024 = 250 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen kam ohne nicht fortgeführtem Geschäft und einschließlich des nicht fortgeführten Geschäfts auf 172 Millionen Euro, nach 287 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Im dritten Quartal 2024 war ein Sonderertrag im Zusammenhang mit der Einbringung von Vermögenswerten von Wintershall Dea in Harbour Energy plc, enthalten. Das Ergebnis pro Aktie betrug 0,19 Euro im dritten Quartal 2025 (Vorjahresquartal = 0,32 Euro). Das um Sondereinflüsse und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,52 Euro (Vorjahresquartal = 0,32 Euro).

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