Faserverstärkte Thermoplaste Bayerische Offensive zur Herstellung langfaserverstärkter Thermoplast-Teile

Redakteur: Peter Königsreuther

„Schwarzes Gold eingebettet in Thermoplastmatrices“. So beschreibt das SKZ aus Würzburg ein neues Forschungsvorhaben mit namhaften bayerischen Unternehmen zur Herstellung von langfaserverstärkten Thermoplastbauteilen mittels Direktspritzgießen.

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Carbonfaserverstärkte Bauteile mit Thermoplastmatrix waren bisher mit Kurzfasern oder wie hier, mit Fasergeweben ausgestattet. Jetzt startet das SKZ in Würzburg mit vielen bayerischen Partnern ein Forschungsprojekt, welches das Direktspritzgießen thermoplastischer Bauteile mit Langfasern erlaubt.
Carbonfaserverstärkte Bauteile mit Thermoplastmatrix waren bisher mit Kurzfasern oder wie hier, mit Fasergeweben ausgestattet. Jetzt startet das SKZ in Würzburg mit vielen bayerischen Partnern ein Forschungsprojekt, welches das Direktspritzgießen thermoplastischer Bauteile mit Langfasern erlaubt.
(Bild: ILK Dresden)

Unter dem Titel „Fasernutzungspotenziale für das Direktspritzgießen im Leichtbau heben“ läuft das bis Ende 2017 vom Freistaat Bayern geförderte Gemeinschaftsprojekt, kurz „FaNuPot“, mit den beteiligten bayerischen Firmen BMW AG, Siebenwurst Modellfabrik und Formenbau GmbH & Co. KG, Krauss-Maffei Technologies GmbH, H-O-T Härte- und Oberflächentechnik GmbH & Co. KG und SGL Carbon GmbH, am SKZ in Würzburg.

Polyamid und Polypropylen als Basis

Zielsetzung des Projektes ist die Untersuchung der Faserschädigung entlang der kompletten Verarbeitungskette bei der Herstellung langfaserverstärkter Thermoplastbauteile auf Basis von Polyamid und Polypropylen in Kombination mit Carbonfasern beim Direktspritzgießen. Hierzu stehen am SKZ ein Injection-Molding-Compounder des Typs KM650/4300/CX IMC der Firma Krauss-Maffei und die vom SKZ eigens entwickelte Faseranalysesoftware FiVer, zur Ermittlung der Faserlängenverteilung, zur Verfügung.

Feritgungssysteme und Materialien erforschen

Neben den Fragestellungen nach der optimalen Schneckenkonfiguration des Doppelschneckenextruders und der Compoundentwicklung zur maximalen Faser-Matrixhaftung, steht die werkzeugtechnische Umsetzung zur möglichst schonenden Faserverarbeitung im Fokus. Das fachspezifische „Know-how“ der einzelnen Projektpartner bildet hierfür die Grundlage zur erfolgreichen Durchführung des Vorhabens. MM

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