Gebläse

Bedarf bestimmt die Auswahl des Gebläsetyps

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Schraubengebläse als Komplettanlage vereinfachen Installation

Eine weitere Besonderheit der hauptsächlich für den Druckbereich von 500 bis 1100 mbar(Ü) vorgesehenen Schraubengebläse ist ihre Konzeption als Komplettanlage, die nach dem Prinzip Plug-and-Blow anschlussfertig geliefert wird. Das vereinfacht die Installation und senkt den damit verbundenen Aufwand.

Das alles bedeutet jedoch nicht, dass nicht auch die Anwendung von Drehkolbengebläsen sinnvoll sein kann. Welche Technik, also ob Schrauben- oder Drehkolbengebläse, optimal ist, hängt von verschiedenen Kriterien ab, die im Einzelfall geprüft werden müssen. Sowohl Volumenstrom als auch Druck beeinflussen direkt die zu installierende Leistung und damit den Energieverbrauch. Kann etwa die Druckerhöhung um 100 mbar geringer ausfallen, reduziert sich die Leistungsaufnahme deutlich. Schwankt darüber hinaus der Volumenstrom bedarfsabhängig, ist eventuell eine Kombination beider Systeme sinnvoll.

Je nach Einsatzgebiet sind noch andere Kriterien relevant. Eine Rolle spielen zum Beispiel auch die Einblastiefe und die Nutzungsdauer des Gebläses. Bis zu einer Einblastiefe von 5 m sind häufig Drehkolben-, darüber Schraubengebläse sinnvoller. Ist das Gebläse im Dauereinsatz, dann rechnet sich die Investition in ein Schraubengebläse sehr schnell. Bei diesem sind zwar die Anschaffungskosten aufgrund der aufwändigeren Technik etwas höher, aber der Vorteil der günstigeren Energiekosten bei Dauerbetrieb relativiert diese in kurzer Zeit.

Energieeffizientes Gebläsesystem erfordert richtige Planung

Je nach Anwendung und Umfang des Einsatzes von Gebläsen kann es auch einen Sinn haben, eine Mischausstattung aus Schrauben- und Drehkolbengebläsen zu wählen. Werden für eine Station mehrere Gebläse benötigt, können zum Beispiel Schraubengebläse als Dauerläufer konstant eingesetzt werden und Drehkolbengebläse dazu dienen, die nur wenig benötigte Spitzenlast abzudecken.

Generell ist es wichtig, nicht nur die einzelnen Gebläse für sich zu betrachten, sondern das ganze System als solches. Es zeigt sich immer wieder: Wer die Komponenten entsprechend optimal aufeinander aufbaut und abstimmt, fährt am Ende besser. Ein einzelnes, hocheffizientes Gebläse kann nicht effektiv wirken, wenn es an ungeeigneter Stelle falsch eingesetzt wird. Es genügt also nicht, nur die Geräte zu installieren, wichtig ist es auch zu wissen, wie man diese steuert und wann sie zu- und abschalten müssen, sodass sie die Leistung effektiv und energieeffizient erbringen.

Dafür ist natürlich eine genau Planung im Vorfeld der Installation sinnvoll. Am besten gelingt dies mithilfe eines Luftbedarfsprofils, das den genauen Verbrauch über das Jahr ermittelt. Dieses hilft, die richtige Auswahl bei den Gebläsen zu treffen.

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