Prozessdruck Befüllanlage für feine Membrane und kleine Drucksensoren
Bei vielen Druck- oder Vakuummessgeräten wird der Prozessdruck über eine spezielle Flüssigkeit auf den eigentlichen Sensor übertragen. Ein Hersteller stellt jetzt eine Anlage vor, die selbst allerkleinste Bauteile wie Drucksensoren oder Membranen automatisiert mit Öl befüllen kann.
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Beim Öl in den Druck- oder Vakuummessgeräten handelt es sich oft um ein hochwertiges, speziell konfektioniertes Öl. Das Befüllen der Messeinheiten erfordert eine Menge an Know-how und Erfahrung und setzt absolute Präzision und Sorgfalt voraus. Hinzu kommt, dass das Befüllen dieser Bauteile durch die steigende Miniaturisierung immer schwieriger wird.
Die VA-Tec GmbH & Co KG stellt jetzt mit der BF-24 eine Anlage vor, die in der Lage ist, auch allerkleinste Bauteile exakt und automatisiert zu befüllen. Gleichzeitig ist sie so flexibel ausgelegt, dass sie jederzeit für ganz unterschiedliche Applikationen eingesetzt werden kann.
Befüllung unter Vakuum verhindert spätere Lufteinschlüsse
Die eigentliche Befüllung erfolgt bei der BF-24 unter Vakuum. Dazu werden die Bauteile in speziell angepasste Warenträger gesetzt und in eine Vakuumkammer gelegt. Die Kammer wird dann zunächst evakuiert. In unserem Beispiel ist die Befüllanlage BF-24 mit einer Doppelkammer verbunden, die ein Volumen von 2 × 12 l hat (darum auch der Name BF-24). Die Befüllung unter Vakuum hat mehrere Vorteile: Zum einen verhindert sie störende Umwelteinflüsse, zum anderen entgasen die Bauteile vollständig, was spätere Lufteinschlüsse verhindert.
Danach wird die Flüssigkeit – meistens ein hochwertiges Öl – eingefüllt. Das Öl fließt in die Wanne des Warenträgers. Die eigentliche Vakuumkammer bleibt trocken. Die Dosiermenge richtet sich dabei jeweils nach dem Bauteil. Mit der BF-24 sind Mengen möglich, die kleiner als 1 mm³ sind. Selbst kapillare Zuleitungen mit einem Durchmesser von weniger als 0,3 mm sind kein Problem.
Vakuum unterstützt beim Befüllen kleinster Bauteile ohne Restgas
Der „Trick” dabei ist das Vakuum. Die Teile werden zunächst evakuiert und danach in die Flüssigkeit getaucht. Wird jetzt die Kammer wieder belüftet, presst der steigende Umgebungsdruck das Medium in das Bauteil hinein. Weil innerhalb des Bauteils keinerlei Restgas vorhanden ist, kann auch die kleinste Menge des Mediums in die Bauteile gelangen.
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