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Jörg Schwartz, Geschäftsführer von Schwartz tools and more, fasst es folgendermaßen zusammen: „In der Zusammenarbeit ergeben sich zahlreiche Synergieeffekte! Nicht selten stoßen wir an die Grenzen von Mann, Maschine und System, gerade da aktuelle Materialien immer anspruchsvoller zu zerspanen sind. Zum Erfolg tragen viele Faktoren bei, die sich nicht immer allein mit dem Netzwerk-Wissen abdecken lassen. Beispielsweise hat das Schmiermittel wesentlichen Einfluss auf den Zerspanvorgang. Da muss jeder die Augen offen halten! Das ist zum einen das Schlimme, zum anderen aber auch das Schöne an unserem Metier.“
Uhrenindustrie als Impulsgeber
Die Uhren-Herstellung ist systembedingt geprägt von kleinsten, hochpräzisen Bauteilen. Wer dorthin die entsprechenden Produktionsmittel liefert, dem müssen Toleranzen im µm-Bereich und minimale Bauteilgrößen im Blut liegen. Speziell auf die Uhrenindustrie hin abgestimmte Drehmaschinen entwickelt und produziert die Tornos S.A. aus Moutier. „Bereits in den 1800er Jahren haben wir Maschinen für die Uhrenindustrie geliefert. Das war damals schon anspruchsvoll, doch stetig steigen die Herausforderungen, denen wir mit kleinen, schnellen CNC-Maschinen nachkommen. Sie glänzen mit geringen Wärmegängen und erreichen beste Oberflächengüten sowie kurze Taktzeiten – mit den entsprechend präzisen Werkzeugen“, erläutert Hans-Joachim Günther, Produktmanager bei der Tornos Technologies Deutschland GmbH.
Um auch über das System Drehmaschine optimale Lösungen bieten zu können, tauscht sich auch Tornos mit Werkzeugherstellern wie Zecha oder Schwartz tools and more aus. „So hat man den Puls am Markt, man bekommt mit, wo es in punkto Materialien oder Anwendungen hingeht, und man lernt voneinander“, so Hans-Joachim Günther.
Schneidkantenverrundung wird im REM-Verfahren gemessen
Ebenfalls Wurzeln in der Uhrenindustrie hat Zecha, „was die Passion unserer Mitarbeiter für kleinste Werkzeugdurchmesser bedingt“, so Arndt Fielen. „In der Mikrozerspanung werden Vorschübe im µm-Bereich pro Zahn gefahren, die Systeme werden immer feiner. Mittlerweile messen wir die Schneidkantenverrundung im REM-Verfahren, da sie sich bei solch kleinen Werkzeugen gar nicht mehr anders abbilden lässt.“
Martin Ruck aus dem Produktentwicklungsteam bei Zecha ergänzt: „Bei Rundlauftoleranzen von 3 µm, die wir auch bei Bohrern und Fräsern bis hinunter zu 0,02 mm Durchmesser liefern, führt kein Weg an erstklassigen Schleifmaschinen und Schleifmitteln vorbei. Man muss sich vorstellen, dass bei entsprechender Körnung die Schneidkante auf der Schleifscheibe lediglich 4 bis 5 µm beträgt.“ In solchen Fällen müssen die Schleifscheibensätze ohne Schlag, ohne Wucht laufen, um überhaupt eine schneidende Geometrie erzeugen zu können.
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