Zecha-Expertenrunde

Bei der Mikrozerspanung setzt nur die Fantasie Grenzen

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Martin Ruck weiß: „Ein Kleinwerkzeug verzeiht nichts! Minimale Fehler wirken sich viel dramatischer aus als in großen Dimensionen: Zu wenig Freiwinkel oder zu kleiner Spanraum, unpräziser Nutauslauf, keine scharfen Kanten, falsche Verrundung, schlechte Oberflächen – kommt da ein bisschen Druck drauf, entwickeln sich Abscherkräfte. Die Liste ist lang, doch genau diese Punkte minimieren wir mit unseren Werkzeugen. Schließlich liegen zwischen 1 und 5 µm Toleranz Welten, die keiner unserer Kunden akzeptiert!“

Neue Materialien – neue Herausforderungen

Das Rändeln ist ein taktzeitbestimmender Prozess, der, richtig angewendet, in der Produktion sehr viel Zeit einsparen kann. Mit 80 Jahren Erfahrung in dieser Technologie greift die Hommel+Keller Präzisionswerkzeuge GmbH auf ein riesiges Arsenal an Anwendungs- und Prozesswissen zu, das dem Anwender hilft, die Wertschöpfung in alle Richtungen auszunutzen.

Michael Urnauer, Key Account Manager bei der Hommel+Keller Präzisionswerkzeuge GmbH, sieht neben den „üblichen Verdächtigen“ wie der Automobil- und Luftfahrtindustrie oder dem Maschinenbau gerade Branchen wie die Elektronik und Medizintechnik als Taktgeber für richtungsweisende Entwicklungen: „Konsumgüter wie Smartphones erfreuen sich ungebrochener Nachfrage, Medizinprodukte wie Prothesen, künstliche Herzklappen oder Schrittmacher sind wichtige Elemente für ein Altern bei bestmöglicher Gesundheit. In beiden Segmenten hat sich die Werkstoffauswahl in den vergangenen Jahren um ein Vielfaches erweitert und damit sind auch die Ansprüche an die Werkzeughersteller, für sämtliche Anwendungen passende Werkzeuge anbieten zu können, gestiegen. Das ruft gleichzeitig ein hohes Maß an Forschungs- und Entwicklungsbereitschaft bei uns Unternehmen ab.“

In medizintechnischen Seminaren erhält Tornos wichtige Informationen zu neuen Materialien und deren Einsatz. Hans-Joachim Günther: „Kobalt-Chrom, Platin oder Iridiumlegierungen sind heute nicht mehr so exotisch, manches ist sogar mittlerweile Standard für den Zerspaner. Bei Werkstoffen aus den Forschungslabors sieht es dagegen schon wieder anders aus. Viele Experimental- und Testläufe sind nötig, um sie letztlich doch auf herkömmlichem Weg zu bearbeiten.“

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