Additive Fertigung Bei Voxeljet kommt das erste bewohnbare Haus aus dem 3D-Drucker
In der Architektur ist der 3D-Druck mittlerweile nicht mehr wegzudenken – zum Beispiel bei der Herstellung von Präsentationsmodellen. Nun wurde bei Voxeljet erstmals ein bewohnbares „Haus“ gedruckt.
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3D-Druck ist heute Standard in der Architektur. Zuerst waren es Präsentationsmodelle, danach Lebensräume. Zuletzt lautete die Frage: Wer baut wann das erstes Haus im 3D-Druck? Das weltweite Rätselraten ist jetzt beendet: Das Haus ist gedruckt und steht im Dienstleistungszentrum bei Voxeljet in Friedberg nahe Augsburg.
Komplett druckfähige Einheit samt Toilettenraum, Küchenzeile und Mobiliar
Um ein Haus in gewohnten Dimensionen handelt es sich allerdings nicht, sondern eher einen auf das Nötigste reduzierten Wohnraum mit wenigen Quadratmeter Fläche und einer Höhe von rund 3 m. Das von dem in den USA und England lehrenden Architekten Prof. Peter Ebner entworfene Haus ist eine komplett druckfähige Einheit samt Toilettenraum, Küchenzeile und Mobiliar.
Beim „Hausbau“ half eine Voxeljet-Großmaschine VX4000, auf der die beiden Sandformen für das Haus in jeweils einem Stück im Schichtbauverfahren generiert wurden. Mit einem Platzbedarf von 25 m x 12 m bei 4,5 m Höhe gehört sie zu den größten Anlagen dieser Art. „Der Drucker ist eigentlich eine selbständige kleine Fabrik, die vollautomatisch Teile in einer Dimension von bis zu 8 m³ produziert“, so Dr. Ingo Ederer von Voxeljet. „Ohne derartige Drucksysteme wären Architekturprojekte wie dieses Haus im 3D-Druck niemals zu realisieren.“
Ausdruck der beiden Haushälften dauerte 60 Stunden
Insgesamt 60 Stunden benötigte die VX4000 für den Ausdruck der beiden Haushälften. Alles inklusive liegen die Druckkosten für das aufsehenerregende Projekt bei etwa 60.000 Euro. Das Gewicht des Hauses beläuft sich auf rund 2 t . Den Ansprüchen des Architekten wird es voll und ganz gerecht.. Ebner ist von der technischen Ausführung und der Stabilität begeistert.
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