Konsortial-Benchmarking

Benchmarking-Projekt vermittelt Erfolgsgeheimnisse guter Einkäufer

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Eine Funktionsanalyse des Produktes sowie die Bewertung der Relevanz der einzelnen Funktionen aus Kundensicht bilden dazu wichtige Voraussetzungen. Darauf aufbauend lassen sich Zielpreise für die einzelnen Teilfunktionen ableiten. Die von den Lieferanten erarbeiteten Lösungen für einzelne Funktionen müssen durch eine detaillierte Kalkulation belegt werden.

Gemeinsam mit den Lieferanten die Kosten senken

Erfolgreiche Unternehmen plausibilisieren die Preiskalkulationen der Lieferanten durch eigene Kalkulationsschemata. Können die angestrebten Zielpreise nicht erreicht werden, sind Nachverhandlungen der Einstandspreise meist nicht zielführend, da überhöhte Margen sofort erkannt werden. Vielmehr müssen gemeinsam mit den Lieferanten Lösungen zur Reduktion der Kosten erarbeitet werden.

Oft kann der Kunde den Lieferanten bei der Prozessanalyse und -optimierung unterstützen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Produktfunktionalität durch „Entfeinerungen“ zu reduzieren.

Diese konstruktiven Änderungen setzen an Produktmerkmalen an, denen Endkunden nur eine untergeordnete Bedeutung beimessen und deren Realisierung hohe Kosten bei der Herstellung verursacht. Dieser Prozess erfordert jedoch eine offene und transparente Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Einkauf und Lieferant.

Der steigende Kostendruck oder der Zwang zur nachhaltigen Risikominimierung infolge der Auswirkungen der Finanzkrise, aufkeimende Einkaufstrends, wie etwa das „Green Procurement“, sowie weitere aktuelle Entwicklungen zeigen sehr deutlich, dass auch die Einkaufsfunktion stetig auf neue und geänderte Anforderungen reagieren muss. Verantwortliche in Einkauf oder Supply Chain Management müssen ihre Vorgehensweisen, Strukturen und Ansätze laufend überdenken und entsprechend den geänderten Rahmenbedingungen anpassen.

Einkäufer müssen auf neue Anforderungen reagieren

Durch das alle zwei Jahre stattfindende Konsortial-Benchmarking Einkauf unterstützt das Fraunhofer IPT Fach- und Führungskräfte bei dieser Aufgabe. Unter dem Ansatz ist kein „ganz gewöhnliches“ Benchmarking zu verstehen, denn der Benchmark erfolgt weder in Relation zu einer bereits etablierten Datenbasis, noch findet ein Vergleich der Konsortialpartner untereinander statt. Vielmehr bietet es den teilnehmenden Partnern die Möglichkeit, ausgewählte, besonders erfolgreiche Einkaufsorganisationen, die so genannten Successful Practices, und deren praxiserprobte Methoden vor Ort kennenzulernen.

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