Wasserdampf statt CO2 Thermische Entgratung mit Wasserstoff

Quelle: Pressemitteilung Benseler 2 min Lesedauer

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Benseler, Dienstleister und Partner bei der technisch anspruchsvollen Beschichtung und Entgratung, bietet seit Kurzem eine CO2-freie Thermische Entgratung (TEM) unter Verwendung von Wasserstoff an.

Das Verfahren sei prinzipiell für alle Materialien geeignet – von Aluminium über Zink-Druckguss, Stahl und Stahl-Druckguss bis hin zu Kunststoffen.(Bild:  Benseler)
Das Verfahren sei prinzipiell für alle Materialien geeignet – von Aluminium über Zink-Druckguss, Stahl und Stahl-Druckguss bis hin zu Kunststoffen.
(Bild: Benseler)

Mit dem methanfreien Verfahren von Benseler können laut eigenen Angaben selbst filigrane Bauteile Scope-optimiert bearbeitet werden. Automobil- und Komponentenhersteller hätten damit die Möglichkeit, die CO2-Bilanz ihrer Produkte zu verbessern. In einem Arbeitsgang werden alle außen- und innenliegenden Grate sowie lose Flittergrate thermisch entfernt, ohne dass dabei CO2 entstehe. Das Verfahren eigne sich sowohl für Teile aus Aluminium und Zink-Druckguss sowie Stahl und Stahl-Druckguss.

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Die Thermische Entgratmethode, kurz TEM genannt, sei ein bewährtes Verfahren zur Entgratung komplexer Strukturen, wie zum Beispiel Bauteile mit innenliegenden Bohrungen und Hohlräumen. Diese werden in einer Druckkammer von einem Gas-Sauerstoff-Gemisch durchströmt, das anschließend gezündet werde. Die explosionsartige Verbrennung entferne sowohl innen- und außenliegende Grate als auch verborgenen Verunreinigungen. Innerhalb weniger Millisekunden werden diese laut Hersteller verbrannt und die Gratwurzeln versiegelt. Als Gas komme dabei üblicherweise Methan (CH4) zum Einsatz. Allerdings entstehe bei dessen Verbrennung CO2.

Wasserdampf statt CO2

Der Vorteil vom Entgraten mit Wasserstoff: Bei der Oxidationsreaktion von Wasserstoff und Sauerstoff entstehe nur Wasserdampf – kein CO2. Dafür wurde laut Hersteller extra in eine neue Anlage investiert. „Wir waren auf der Suche nach einer zukunftsfähigen Technologie, um sowohl die CO2-Bilanz unserer Kunden als auch unsere eigene zu optimieren. Mit der Verwendung von Wasserstoff anstelle von Methan bei der Thermischen Entgratung erreichen wir beide Ziele auf einmal“, erläutert Silvio Peschke, Leiter Geschäftsbereich Entgratungen bei Benseler.

„Zusätzlich können wir mit dem neuen Verfahren noch filigranere Bauteile bearbeiten und unseren Kunden damit ein erweitertes Produktspektrum anbieten. Eine absolute Win-win-Lösung“, so Peschke.

Bearbeitung filigraner und komplexer Strukturen

Aufgrund seiner energetischen Eigenschaften sei Wasserstoff im Niederdruckbereich besser dosierbar als Methan. Das bedeutet, mit Wasserstoff können laut Hersteller im Vergleich zur Methan-Methode noch filigranere Bauteile und komplexere Strukturen entgratet werden. Benseler erweitere damit das Produktspektrum für seine Kunden.

Prinzipiell sei das Verfahren für alle Materialien geeignet – von Aluminium über Zink-Druckguss, Stahl und Stahl-Druckguss bis hin zu Kunststoffen. Thermisches Entgraten komme hauptsächlich in der Automobilbranche sowie bei Anwendungen im Bereich Hydraulik und Pneumatik zum Einsatz. Entgratet werden sollen unter anderem Ventilgehäuse, Gehäuse für Einspritzpumpen oder Ölpumpen, Steuerblöcke, Naben sowie Zahnräder als Setz- oder Schüttgut.

„Aktuell zeigen wir anhand von Hydraulikbauteilen aus Zink-Druckguss die Vorteile des Wasserstoffverfahrens auf. Diese werden von Flüssigkeiten und anderen Medien durchströmt, deshalb dürfen keine innenliegenden Grate oder lose Rückstände der Bohr- und Fräsbearbeitung stören. Bei der Thermischen Entgratung mit Wasserstoff erreichen wir jetzt noch bessere Ergebnisse und feinere Oberflächenstrukturen“, so Peschke. Zugleich verbessere das Verfahren die CO2-Bilanz der Komponenten und senke ihre Scope-Werte.

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