Industrieböden Betonbodensanierung mit Schaumbeton oder Harzinjektionen?
Hohe Gewichte und Vibrationen: Die Betonböden in Industriehallen sind starken Belastungen ausgesetzt. Nach einem bestimmten Zeitraum wird eine Reparatur unausweichlich. Für die schnelle Beseitigung von Schäden stehen zwei konkurrierende Verfahren zur Auswahl.
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Instabile Fundamente und Hallenstützen oder abgesackte Betonböden können Produktionsabläufe im Unternehmen behindern und sind ein Ärgernis in doppelter Hinsicht. Der innerbetriebliche Ablauf wird empfindlich gestört, zum Beispiel durch nicht mehr intakte Transportwege, und die notwendigen Instandsetzungen durch traditionelle Sanierungsverfahren bedeuten meist eine Unterbrechung der Fertigungsprozesse und damit Umsatzverluste.
Qual der Wahl für eine schnellere Reparatur
Wer heutzutage mit abgesackten Betonböden die Qual hat, hat aber auch die Wahl für eine schnellere Reparatur: Schaumbeton oder Harzinjektionen. Bei letzteren werden zwei Harzkomponenten direkt beim Injizieren vermischt. Unmittelbar beim Reagieren der Komponenten expandiert das Kunstharz und füllt Hohlräume auf oder hebt den Boden an. „Es sind schon Setzungen von mehr als 20 cm ausgeglichen worden“, sagt Sevgi Bora, technische Beraterin bei der Uretek Deutschland GmbH in Mülheim a. d. Ruhr.
Bei gravierenden Fällen gebe es zudem die Möglichkeit, den Boden hydraulisch zu heben und nur die entstehenden Hohlräume mit dem Kunstharz zu verfüllen. „Mit dem Expansionsharz bearbeitete Flächen sind bis zu 50 t/m² belastbar“, erläutert Bora weiter. Interessant sei auch die präventive Anwendung der Uretek-Methode bei Lasterhöhungen durch Nutzungsänderungen oder Maschinenmodernisierung.
Schaumbeton unter der Bodenplatte mit 100 t/m² belastbar
Wer höhere Belastungen für seinen Industrieboden will, kann für die Reparatur auf Schaumbeton setzen. „Eingeschlossen unter der Bodenplatte ist das Material bis zu 100 t/m² belastbar“, sagt der unabhängige Geologe und Bausachverständige Dr. Wolfgang Loeser, der in Deutschland unter anderem mit der niederländischen Firma Faber Betonbodensanierung zusammen arbeitet und diverse Projekte wissenschaftlich begleitet.
Das Unternehmen hat ein patentiertes Injektionsverfahren mit Schaumbeton auf den deutschen Markt gebracht, das in den Niederlanden schon länger unter dem Namen Fagro bekannt ist. Und gerade bei größeren Schäden bietet sich der Schaumbeton an: Nach Angaben des Herstellers sind schon Bodensetzungen von bis zu 1 m Tiefe mit diesem Verfahren wieder auf die richtige Höhe gebracht worden. Auch im Rahmen von Teilsanierungen der schwer belasteten Verkehrswege von Gabelstaplern werde der Schaumbeton unter den Boden injiziert.
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