Industrieböden

Betonbodensanierung mit Schaumbeton oder Harzinjektionen?

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Schaumbeton ist nicht expandierend,

Im Gegensatz zum Expansionsharz fülle der Schaumbeton erst alle vorhandenen Hohlräume, bevor der Betonboden angehoben werde. „Das Material ist nicht expandierend, sondern härtet lediglich aus“, erläutert Loeser weiter. Auch werde der Schaumbeton flächendeckend und kraftschlüssig unter der Bodenplatte mittels Druckinjektion angebracht. „Auf großen Flächen ist Schaumbeton wesentlich kostengünster als Kunstharz“, sagt der Bausachverständige weiter. Mit beiden Verfahren können nach Angaben der jeweiligen Hersteller die Böden millimetergenau wieder auf die richtige Höhe gebracht werden.

Besonders deutlich werden die Vorteile der beiden Verfahren im Vergleich mit den herkömmlichen Sanierungsmethoden für die Böden von Industrie-, Produktions- oder Lagerhallen: Bisher reparierte man Setzungen von Betonböden durch das Herausbrechen des alten Betonbodens und Gießen eines neuen. Alternativ brachte man eine neue Betonschicht auf den alten Betonboden auf. Durch das höhere Gewicht auf den Baugrund war jedoch relativ schnell mit erneuten Setzungen – die teilweise höher waren als vorher – zu rechnen. Darüber hinaus war der Raum während der gesamten Instandsetzung nicht nutzbar, wie der Hersteller Faber erläutert.

Was eine schnelle Wiederbenutzung angeht, spielt vor allem das Expansionsharz seine Stärken aus: „Das Expansionsharz hat bereits nach circa 15 Minuten mehr als 90 % seiner Endfestigkeit erreicht und ist nach 24 Stunden komplett ausgehärtet. Damit sind die von Uretek bearbeiteten Bereiche unmittelbar nach der Injektion voll belastbar“, berichtet Bora. Die extrem kurze Aushärtungszeit ermögliche Sanierungen bei laufendem Betrieb, zudem sei das Verfahren nahezu zerstörungsfrei – es würden lediglich Bohrungen durch den Betonboden mit einem maximalem Durchmesser von 16 mm geführt.

Expansionsharz reduziert Vibrationen und Erschütterungen um bis zu 75 %

Etwas mehr Geduld muss man mitbringen, wenn man sich für Schaumbetoninjektionen entscheidet. Je nach Nutzungsart müssen Anwender nach der Reparatur zwei bis zwölf Stunden warten, wie Loeser erläutert: „Geht es zum Beispiel nur um Laufkundschaft mit Einkaufswagen, sind es circa zwei Stunden, bei schwerem Gerät wie Gabelstaplern bis zu 12 Stunden.“

Nach der Reparatur haben die Anwender schließlich im Wortsinne wieder festen Boden unter den Füßen. „Das ausreagierte Expansionsharz weist absorbierende Eigenschaften auf und kann Vibrationen oder Erschütterungen durch Maschinen um bis zu 75 % reduzieren. Auch bei der Sanierung von Fugen in Betonböden spielt das Harz seine elastischen Eigenschaften aus, indem es die dynamischen Belastungen aufnimmt bei Beibehaltung der Formstabilität“, erläutert Bora.

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