Covid-19 Betriebe verzichten wegen Corona auf Weiterbildungen

Redakteur: Katharina Juschkat

Aufgrund bestehender Kontaktbeschränkungen führen viele Betriebe eigentlich geplante Weiterbildungen nicht durch, zeigt eine aktuelle Studie des IAB. Andere setzen vermehrt auf digitale Angebote.

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Weiterbildungen finden in der Corona-Krise seltener statt.
Weiterbildungen finden in der Corona-Krise seltener statt.
(Bild: ©fovito - stock.adobe.com)

Die Covid-19-Pandemie hat Auswirkungen auf die Weiterbildung von Mitarbeitern, zeigt die aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB): Viele Weiterbildungen finden virtuell statt – allerdings sagten sechs von zehn Betrieben bereits geplante oder begonnene Weiterbildungen wieder ab. Die Begründung war in fast allen Betrieben die Kontaktbeschränkungen. 39 Prozent der Betriebe berichteten, dass Lehrkräfte nicht zur Verfügung standen, beispielsweise aufgrund von einer Erkrankung oder Quarantäne. 28 Prozent gaben an, dass die Fortführung der Geschäftstätigkeit unklar war. 23 Prozent erklärten, dass Beschäftigte nicht teilnehmen konnten oder wollten.

Digitale Weiterbildung gefragt

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen setzen einige Betriebe vermehrt auf digitale Weiterbildungen: Von allen Betrieben, die seit der Krise wieder auf Weiterbildungsmaßnahmen setzen, führten zwei Drittel diese Veranstaltungen virtuell durch. Ein knappes Drittel setzte auf Telefon oder Versand von Schulungsunterlagen. Etwa ein Drittel der Betriebe, die E-Learning in der Krise nutzen, setzten dieses während der Krise zum ersten Mal ein, 44 Prozent bauten die vorhandenen Möglichkeiten aus, 20 Prozent behielten das Niveau bei.

Nur jeder zehnte Betrieb mit Kurzarbeit nutzte die ausgefallene Arbeitszeit für Weiterbildungen. Hauptgrund war, dass die Betriebe nicht absehen können, wann sie ihre Geschäfte wieder in vollem Umfang aufnehmen können. 63 Prozent sagten, dass eine Weiterbildung nicht zum angepassten Arbeitsplan der Beschäftigten passen würde. Bei der Hälfte der Betriebe war ein Grund, dass die geschäftliche Zukunft unsicher sei. 39 Prozent hielten Weiterbildung in der aktuellen Krisensituation für nachrangig, insbesondere traf dies auf die Betriebe zu, die stark mit den negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu kämpfen hatten.

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