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Im Vergleich zu herkömmlichen Tripod-Anordnungen ist der Bionictripod 2.0 um 90 ° geschwenkt und kann somit auch als ein horizontal angeordneter Tripod bezeichnet werden. Der integrierte adaptive Greifer, der sogenannte Fingripper sowie in Analogie zur Funktion des menschlichen Handgelenks eine Art Kugelgelenk, ermöglichen eine maximale Flexibilität, um zu greifende Objekte in unterschiedlichen Lage- und Höhenniveaus aufnehmen und ablegen zu können. Dies ist bei dieser Anordnung von entscheidendem Vorteil.
Bionik-Greifer kann flexibel greifen
Der adaptive und anpassungsfähige Fingripper ist die Schnittstelle zwischen Objekt und Aktuatorik. Er besteht aus einem pneumatischen Aktuator in Form eines Faltenbalges sowie drei Greiffingern, die als adaptive Struktur mit Fin-Ray-Effekt ausgeführt sind.
Die damit verbundene Flexibilität und Nachgiebigkeit ist prädestiniert für Aufgaben in der Mensch-Maschine-Interaktion, zum Beispiel in der Landwirtschaft zum Sortieren von Obst oder Gemüse in gewachsener Form oder in der Industrie zum Sortieren von Wertstoffen. Auch als dritte Hand, die einen Schraubenschlüssel oder ein Einbauteil reicht, ist der Bionictripod 2.0 ein idealer Helfer bei Montagen aller Art.
Bionik-Tripod ermöglicht maximalen Arbeitsraum
Der Bionictripod 2.0 besteht im Aufbau aus sechs pyramidenförmig angeordneten Glasfaserstäben, die untereinander flexibel und gelenkig verbunden sind und sich durch Ein- oder Ausziehen in jede Richtung um bis zu 90 ° in einem maximalen Arbeitsraum auslenken lassen.
Elektrische Linearachsen vom Typ EGC sowie der elektrische Antrieb EMMS gewährleisten das präzise Ansteuern und Auslenken. Gesteuert wird die gesamte Anlage über die Robotik-Steuerungssoftware CMXR. In der Handachse – als Analogie zur Funktion des menschlichen Handgelenks – sind drei Aktuatoren so um ein Kugelgelenk angeordnet, dass drei weitere Freiheitsgrade erzielt werden und eine Auslenkung um bis zu 30 ° möglich machen.
Handling-Baukasten für die Aus- und Weiterbildung – das modulare Leichtbau-Handling
Das modulare Leichtbau-Handling soll in der Zukunft als Lernsystem für die Aus- und Weiterbildung den Mehrachsbaukasten von Festo erweitern. Das Produktprogramm von Festo erlaubt, in Kombination mit dem modularen Leichtbau-Handling, den Aufbau eines Winkelpickers über einen Tripod bis zu einer Sechsachs-Knickarm-Kinematik. Schulen können Kinematiken variabel zusammenstellen und anhand realer Industriekomponenten praxisbezogen Wissen vermitteln.
Mit dem modularen Leichtbau-Handling kann eine leichtbauende Knickarmkinematik aufgebaut werden. Mit 4 kg Gewicht, einer Nutzlast bis zu 800 g und seinen sechs Freiheitsgraden sei es als Lernsystem geeignet.
Modulares Leichtbau-Handling für Pick-&-Place-Anwendungen und Serviceroboter
Dank seines einfachen und kostengünstigen Aufbaus eignet es sich für Pick-&-Place-Anwendungen, Automatisierung von Prozessen im Labor oder auch als „dritte Hand“ im Bereich der Servicerobotik. Das niedrige Gewicht ermöglicht den Einsatz ohne Schutzkäfig und macht somit eine interaktive Zusammenarbeit von Mensch und Maschine möglich.
Das modulare Leichtbau-Handling ist wandelbar wie ein Chamäleon. Von einer Einachs- bis zur Sechsachs-Kinematik lassen sich alle Varianten mit geringem Aufwand umbauen oder auch nachträglich nachrüsten. Dadurch ergibt sich eine Vielzahl möglicher Konfigurationen.
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