Rollon Bogenführung auf Maß statt Massenproduktion
Für die Bewegung von Glastüren in der Maschinenverkleidung hat ein Unternehmen maßgeschneiderte Bogenführungen eingesetzt. Auch ohne Abnahme großer Stückzahlen wurden die Führungen nach den Vorgaben des Maschinenbauers erstellt. Zudem lassen sich bestehende Anlagen mit der neuen Führung nachrüsten.
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Die Hinterkopf GmbH in Eislingen entwickelt und produziert Maschinen, mit denen unscheinbare Kunststoff- oder Aluminiumbehältnisse in Konsumgüterverpackungen verwandelt werden, die zum Kaufen animieren sollen. Dabei handelt es sich vor allem um Tuben und Dosen, die vor dem Abfüllen nach den Wünschen der Hersteller bedruckt oder lackiert werden. Im Mittelpunkt steht nicht die Produktion von Standardverpackungen, sondern die Realisierung von Sonderwünschen – oft auch noch in ungewöhnlichen Formaten. Gerade in der Kosmetikindustrie spielen auffällige Verpackungen eine herausragende Rolle.
Eine Transportkette, die 800 bis 1000 m Länge erreichen kann, verbindet üblicherweise die Stationen der Behälterproduktionslinie. Eine Grundmaschine des Typs H 240 entnimmt die Dosen oder Tuben von den Bolzen der Kette und steckt sie auf einen drehbaren Dorn, der sie während des Bedruckens oder des Lackierens festhält. Dabei ist die exakte Positionierung wichtig, damit die Druckmotive wie gewünscht auf den Gefäßen erscheinen. Im folgenden Schritt kommen die noch feuchten Behälter wieder auf die Kette zurück, was hohe Ansprüche an das Handling stellt.
Grundmaschine produziert bis zu 240 Teilen pro Minute
An die Grundmaschine werden wahlweise Druck- oder Lackierstationen angeschlossen. Sie versehen Aluminiumdosen zunächst mit einem Grundlack, dann mit Druckmotiven und abschließend noch einmal mit Lack. Deshalb stehen drei Grundmaschinen in der Produktionslinie; bei der Herstellung von Kunststofftuben sind es nur zwei. Auf der Bedruck- oder Lackierstation werden die Behälter mit bis zu neun Farben im Offsetdruck dekoriert. Jedes Druckbild wird sofort nach dem Bedrucken auf Vollständigkeit und Fehlerfreiheit kontrolliert. Die Grundmaschine H 240 ist für eine Produktionsleistung von 240 Teilen pro Minute ausgelegt.
Druck- und Lackierarbeiten sind oft mit aggressiven Reinigungsprozessen verbunden. Da sich Acrylglas mit der Zeit eintrüben würde, verwendet Hinterkopf als Verkleidung für die Druck- und Lackierstationen jeweils drei Türelemente aus Echtglas, von denen zwei motorisch verschiebbar sind. Sie bilden eine geschlossene Verkleidung, die vorgeschriebene Sicherheitsnormen erfüllt, sowohl den Farben als auch den Reinigungsmitteln standhält und dabei ihr hochwertiges Erscheinungsbild behält. Eine solche Echtglasscheibe wiegt 60 bis 70 kg. Diese Last muss die Führung sicher und gleichmäßig bewegen, damit der Antrieb auch die erforderlichen Sicherheitsfunktionen ausführen kann. Trifft zum Beispiel ein Türelement während der Bewegung auf ein Hindernis, etwa einen Maschinenbediener, muss das System anhalten, ohne diesen zu verletzen. Dies wird sichergestellt, indem der Motor sich bei einer erhöhten Antriebsleistung, wie sie durch Auftreffen auf das Hindernis erzeugt wird, ab einem festgelegten Schwellenwert abschaltet.
Laufen die Türen in der Führung nicht ganz leicht und gleichmäßig, wird der Schwellenwert möglicherweise auch schon ohne Hindernis erreicht, was entweder zu unerwünschten Stillständen führt oder – wenn der Wert heraufgesetzt wird – ein erhöhtes Risiko darstellen kann. Gibt die Führung zu wenig Halt, können die Scheiben herausspringen und dabei zerbrechen.
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