Gute Nachricht! Bosch streicht bei Power Tools weniger Stellen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Die Zahl der bis Ende 2026 abzubauenden Stellen bei Bosch Power Tools konnte von 560 auf 480 gesenkt werden, wie Unternehmen und Betriebsrat auf Anfrage der dpa mitteilten.

Laut Meldung von Bosch, kommt es für die Beschäftigten der Sparte Power Tools nun doch nicht ganz so schlimm, wie erst angekündigt. Das Unternehmen wird demnach rund 80 Stellen weniger streichen als bisher geplant, wie die dpa erfahren hat.(Bild:  Bosch)
Laut Meldung von Bosch, kommt es für die Beschäftigten der Sparte Power Tools nun doch nicht ganz so schlimm, wie erst angekündigt. Das Unternehmen wird demnach rund 80 Stellen weniger streichen als bisher geplant, wie die dpa erfahren hat.
(Bild: Bosch)

Der Technologiekonzern Bosch will am Hauptsitz seiner Werkzeugsparte Power Tools rund 80 Stellen weniger streichen als ursprünglich geplant. Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden. Diese sieht den Angaben nach auch einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen für die Beschäftigten in den Zentral-, Entwicklungs- und Verwaltungsbereichen bis Ende 2028 vor. Die Produktion am Stammsitz sei von den Plänen nicht betroffen. Die Pläne betreffen damit aber fast immer noch ein Viertel der rund 2.000 Beschäftigten am Hauptsitz im schwäbischen Leinfelden-Echterdingen. Durch die Jobstreichungen sollen Kosten gespart werden. Als Grund nannte Bosch vor allem den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit.

Bosch bewegt sich in einem schwierigen Umfeld

Der Abbau soll laut Bosch mit sozialverträglichen Maßnahmen umgesetzt werden. Das Ziel sei es, Beschäftigte auf offene Stellen innerhalb der Bosch-Gruppe zu vermitteln. Darüber hinaus soll es außer einem freiwilligen Abfindungsprogramm und Vorruhestandsregelungen auch Beratungsangebote für die berufliche Neuorientierung außerhalb des Konzerns geben. Der Bosch-Bereichsvorstand nennt die Ergebnisse wirtschaftlich tragfähig und gleichzeitig sozialverträglich. Bosch befinde sich nun mal in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld mit hohem Preis- und Wettbewerbsdruck. Eine Einigung sei daher wichtig, um die Wettbewerbsfähigkeit von Power Tools zu sichern. In den Gesprächen wurde nach Angaben des stellvertretenden Betriebsratschefs Sebastian Janetzko ein Kompromiss für die Beschäftigten und ein klares Bekenntnis zum Standort erreicht.

Auch andere Bosch-Sektoren sind betroffen

Power Tools stellt unter anderem Elektrowerkzeuge, Gartengeräte, Messtechnik und Zubehör her. Zusammen mit den Haushaltsgeräten bildet die Sparte den Geschäftsbereich Consumer Goods, der 2023 über ein Fünftel des ganzen Bosch-Umsatzes (insgesamt rund 91,6 Milliarden Euro) ausmachte. Zuletzt habe die Kaufzurückhaltung vieler Menschen die Erlöse der Sparte sinken lassen. Mit einer Erholung rechnete Bosch zuletzt frühestens 2025. In den vergangenen Monaten waren mehrmals Pläne von Bosch bekanntgeworden, weltweit Stellen zu streichen. Insgesamt geht es um mehrere Tausend Jobs. Betroffen sind zu einem großen Teil deutsche Standorte – unter anderem auch in Bereichen der Autozuliefersparte, aber auch bei der Hausgeräte-Tochter BSH. Gegen die Pläne hatten Mitte März dem Betriebsrat zufolge bundesweit rund 25.000 Beschäftigte protestiert. Verhandlungen hatten zuletzt auch in Bereich Antriebssysteme zu etwas weniger Stellenstreichungen geführt.

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