CFK-Recycling Carbo-NXT schließt den CFK-Stoffkreislauf in Europa

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) ließen sich bislang nur schwer recyceln. Die Carbo-NXT GmbH, Wischafen bei Hamburg, zeigt anhand eines Pyrolyseverfahrens, dass sich Altteile und Abfälle aus diesen Faserverbundkunststoffen vollständig zu qualitativ hochwertigen Konstruktionswerkstoffen aufbereiten lassen.

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Recycelte Carbonfasern habe eine ähnlich hohe Qualität wie Neufasern. Das demonstriert Carbo-NXT-Prokurist Tim Rademacker anhand einer Polyamidprobe. (Bild: Carbo-NXT)
Recycelte Carbonfasern habe eine ähnlich hohe Qualität wie Neufasern. Das demonstriert Carbo-NXT-Prokurist Tim Rademacker anhand einer Polyamidprobe. (Bild: Carbo-NXT)

Der Faserspezialist ist eine Schwestergesellschaft der CFK Valley Stade Recycling GmbH & Co. KG, die als Produktionsgesellschaft die Rückgewinnung und Herstellung hochwertiger Carbon-Kurzfasern verantwortet. Im Oktober 2010 hat sie eine Recyclinganlage mit rund 1000 t Kapazität im Jahr erfolgreich in Betrieb genommen.

Wachstumsstarken Nischenmarkt erschließen

Mit dieser leistungsfähigen Anlage, bei deren Entwicklung ein Expertenteam von Dow Chemical im erheblichen Umfang beteiligt war, beabsichtigt das Recyclingunternehmen zukünftig in einem wachstumsstarken Nischenmarkt den Stoffkreislauf für sämtliche in Europa anfallenden CFK-Werkstoffe zu schließen.

Beide „Schwestern“ können dabei auf ein halbes Jahrhundert Erfahrung in den Bereichen Umweltdienstleistung und Sekundärrohstoffproduktion zurückgreifen. Sowohl Carbo-NXT als auch CFK Valley Stade Recycling sind aus der Karl Meyer AG, Wischafen bei Hamburg, mit über 700 Mitarbeiter hervorgegangen.

Entosrgungsbedarf steigt im CFK-Bereich

Der ansteigende Mengenverbrauch an Carbonfasern und die daraus resultierende größere CFK-Abfallmenge führt absehbar zu einem erhöhten Entsorgungsbedarf. CFK Valley Stade Recycling bietet als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb die Sicherheit einer nachhaltigen Verwertung von carbonfaserhaltigen Produktionsresten und End-of-life-Bauteilen.

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