Beschichtungen Cemecon feiert 25-jähriges Bestehen

Redakteur: Stéphane Itasse

Beschichtungen für Zerspanwerkzeuge steckten Anfang der 1980er Jahre noch in den Kinderschuhen. Dr. Toni Leyendecker, der damals an der RWTH Aachen auf diesem Gebiet promovierte, erkannte das Potenzial, wagte den Schritt in die Selbstständigkeit – und musste erleben, dass das Interesse am Markt zunächst nicht so groß war wie erhofft.

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Von einer der ersten Generationen der Beschichtungsanlagen-Familie CC800 bis hin zu aktueller Technik wurde bei Cemecon intensiv geforscht und entwickelt. (Bild: Cemecon)
Von einer der ersten Generationen der Beschichtungsanlagen-Familie CC800 bis hin zu aktueller Technik wurde bei Cemecon intensiv geforscht und entwickelt. (Bild: Cemecon)

Nach 25 Jahren Entwicklungsarbeit sieht sich sein Unternehmen, die Cemecon AG, heute als einer der bedeutendsten Pioniere moderner Beschichtungstechnik und als feste Größe im internationalen Beschichtungsmarkt.

Zerspaner erst vom Werkzeug-Verschleißschutz überzeugen

Mit dem technischen Know-how zur Herstellung von Beschichtungen für Zerspanwerkzeuge begann 1986 die Unternehmensgeschichte von Cemecon im Aachener Technologiezentrum, wie das Unternehmen mitteilt. Doch bevor sich das Thema Verschleißschutz zum Branchenstandard entwickeln konnte, war sehr viel Entwicklungs- und vor allem Vertriebsarbeit zu leisten. Denn damals wussten viele Werkzeughersteller noch zu wenig vom Potenzial, das in Beschichtungen steckte, was sich bald ändern sollte.

1988 kam der erste Prototyp der CC800-Beschichtungsanlage und die ersten Produktion von Titan-Aluminium-Nitrid-(TiAlN)-Beschichtungen. Noch im gleichen Jahr lieferte Cemecon das erste Serienmodell der Anlage CC800 aus. „Die EMO 1989 in Hannover bot uns die Gelegenheit, den Schichtwerkstoff TiAlN erstmals einem breiten Publikum vorzustellen. Das war ein Durchbruch für die damals noch recht junge Beschichtungstechnologie und für uns als Unternehmen ganz speziell!“, erinnert sich Leyendecker.

Cemecon eröffnet 1990 erstes Beschichtungszentrum

Durch die gewachsene Nachfrage nach leistungssteigernden Beschichtungen eröffnete das Unternehmen im Jahr 1990 sein erstes Beschichtungszentrum. „Mit dieser Einrichtung in der Aachener Talbotstraße boten wir einer wachsenden Anzahl von Werkzeugherstellern und -schleifern die Möglichkeit, ihre Bohrer, Fräser oder Wendeschneidplatten schnell und kostengünstig mit dem entscheidenden Leistungsschub zu versehen“, ergänzt der Firmengründer.

Die Wege zu einer wirtschaftlichen Zerspanung anspruchsvoller Materialien wie faserverstärkte Kunststoffe ebnete Cemecon laut Mitteilung bereits 1992: In diesem Jahr stellte das Unternehmen die ersten mit dem CVD-Verfahren abgeschiedenen kristallinen Diamantschichten vor.

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