Maschinenbau Claus Meirich sagt bei MTE leise Servus
22 Jahre lang hat er das Bild des baskischen Maschinenbauunternehmens mit geprägt: Claus Meirich, Senior-Geschäftsführer von MTE Deutschland. Jetzt geht der 65-Jährige in den wohl verdienten Ruhestand. Mit etwas Wehmut, wie er sagt, aber auch mit Freude.
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„Ich bin ein Kind des Ruhrgebiets,“ sagt der aus Bochum stammende Sohn eines Bergarbeiters. Dort folgte eine sehr typische Ruhrgebietskarriere: Lehre als Werkzeugmacher bei Krupp, Fachabitur auf dem zweiten Bildungsweg und anschließendes Studium zum graduierten Ingenieur. Was kam, war ein Berufsleben von bemerkenswerter Konstanz. Gut 15 Jahre war Claus Meirich beim süddeutschen Fräsmaschinenhersteller MAHO, heute DMG, beschäftigt. 1994 kam der Ingenieur über einen Händler mit MTE in Kontakt und verkaufte in den folgenden 13 Jahren ausschließlich die hochwertigen Bett- und Fahrständerfräsmachinen des baskischen Herstellers MTE. 2007 war es dann soweit: Mit der Gründung der MTE-Werksniederlassung wurde Claus Meirich auch gleichsam offiziell zum Gesicht von MTE in Deutschland.
Mann der ersten Stunde
Zusammen mit der Maschinenbauingenieurin Judith Ajubita, Tochter des Firmengründers Miguel Ajubita, ging Claus Meirich als MTE Deutschland in Buchholz an den Start. „Das ist schön langsam und organisch gewachsen“, erinnert er sich. „Anfangs waren wir zu zweit, dann kamen ein Serviceleiter und später weitere Mitarbeiter hinzu, und schon bald wurde es uns in Buchholz einfach zu eng.“ So fiel der Entschluss zum Bau des modernen Kunden- und Servicezentrums ins Montabaur und leitete eine neue erfolgreiche Phase der Unternehmensentwicklung ein. Auch hier steht Claus Meirich zusammen mit Judith Arjubita und Gunther Borbonus wieder an vorderster Front und bürgt für die Kontinuität, die Kunden seit jeher an MTE schätzen.
„Wir haben hier eigentlich ein sehr junges Team und mit Gunther Borbonus einen jungen und weitsichtigen Geschäftsführer, der im Wesentlichen den Aufschwung der letzten vier Jahre mitgestaltet hat. Trotzdem sind die Kollegen teilweise seit 15, 20 Jahren in der Branche und verfügen über hohe fachliche Kompetenz“, sagt Meirich und fügt mit einem Schmunzeln hinzu: „Das macht mir den Abschied etwas leichter!“ Zumal er „sein“ Unternehmen für Zukunft gut aufgestellt hinterlässt. Viele der MTE-Kunden aus der Automobilzulieferbranche, aus Stahl- und Formenbau, Windkraft und Getriebebau sind überzeugte Stammkunden, in deren Hallen gleich mehrere der Bett- und Fahrständerfräsmaschinen von MTE stehen. „Eine Position, die wir uns in 22 Jahren durch konstant hohe Qualität und ganz enge, zum Teil persönliche Kontakte zu unseren Kunden erarbeitet haben. Darauf bin ich schon ein wenig stolz,“ ergänzt der 65-jährige Manager.
Pläne für den Unruhestand
Das Projekt (Un)ruhestand geht Meirich ganz gelassen an. An Plänen fehlt es ihm nicht, aber Druck will er sich nicht machen. „Es gibt so vieles, für das mir bisher die Zeit fehlte“, sagt Meirich. „Vieles davon ist gar nicht so spektakulär. Zum Beispiel mit meiner Frau Deutschland bereisen – Städte, Landschaften, Menschen, da gibt es noch so vieles zu entdecken. Meine Leidenschaft für luftgekühlte Oldtimer aus Zuffenhausen. Mein Engagement in der Jugendarbeit des Sportvereins. Meine Arbeit in der Gemeinde. Die karitative Arbeit meiner Frau unterstützen. Man sieht also: Langeweile wird es nicht geben.“
Claus Meirich gibt zu, dass er MTE weiter im Auge behalten will. Und natürlich, wie er sagt, mit seinem Rat und seiner Erfahrung bereit steht, wenn sie dem Unternehmen helfen können. „Ich habe 22 Jahre sehr gerne für und mit MTE gearbeitet, jeden Tag mit Spaß und großer Freude. Ich hatte das Privileg, mit tollen Kollegen hier in Deutschland und im Baskenland etwas aufbauen zu dürfen. Aber jetzt ist Schluss, und das ist auch gut so.“
Alles hat seine Zeit, sagt Claus Meirich, und niemand ist unersetzlich. Für ihn beginnt jetzt eine neue Zeitrechnung. Er wird sie, wie man ihn kennt, gut nutzen.
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