Covestro auf der JEC world 2017 Composites lösen Leichtbauprobleme in Mobilität, Elektronik und Windkraft
Faserverbundwerkstoffe zeichnen sich durch ein geringes Gewicht und hohe Festigkeit aus. Die Kombination dieser Eigenschaften eröffnet ihnen vielseitige Einsatzmöglichkeiten in verschiedenen Anwendungen, sagt Covestro. Das Unternehmen stelle in Paris in Halle 5 am Stand L9 deshalb folgende Innovationen vor.
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Auf der Suche nach einem Matrixmaterial mit sehr guter UV-, Bewitterungs- und Chemikalienbeständigkeit habe Covestro ein neues Polyurethansystem entwickelt und damit bisherige Grenzen überwunden. Desmocomp heißt der Neuling und basiert auf aliphatischen Isocyanaten, heißt es. Aufgrund dieser Eigenschaften sei es für Außenanwendungen bestens geeignet. Für diese Entwicklung wird Covestro auf der Messe zum „Compositechampion“ gekürt und erhält einen der begehrten JEC Innovation Awards, wie das Unternehmen jetzt schon verrät.
Verarbeitungsverhalten schont den Geldbeutel
Dieser neuartige Matrixwerkstoff kann dabei äußerst kostengünstig verarbeitet werden, betont Covestro. Als besonders vorteilhaft sollen sich auch die sehr lange Topfzeit und die danach erfolgende, schnelle Aushärtung des Produkts erweisen. Als aktuelles Beispiel nenne Covestro etwa bewitterungsstabile, glasfaserverstärkte Verbundwerkstoffe, die der Entwicklungspartner Sortimo International GmbH kürzlich als Bauteile für Prototypen seiner sogenannten „System-Unit“ (Aufmacherbild), einer Ausstattungskomponente für leichte Nutzfahrzeuge, vorgestellt hat.
Polyurethanmatrix schützt Fahrzeuginsassen besser
Gemeinsam mit namhaften Partnern aus der Autoindustrie habe Covestro noch ein weiteres Polyurethanmatrix-System entwickelt, das zur Baydur-Reihe gehöre. Der besondere Vorteil zu vergleichbaren Harzsystemen ist die dreifach erhöhte Energieaufnahme der Carbonfasercomposites, beschreibt Covestro. Im Falle eines Autounfalls etwa, biete der Werkstoff so ein Höchstmaß an Sicherheit für die Insassen. Erste Prototypen, heißt es weiter, wurden bei Materialprüfungen bereits als sehr positiv bewertet. Die Fertigung der Teile erfolge effizient mithilfe des modernen Hochdruck-Harzinjektionsverfahrens (High Pressure Resin Transfer Molding, HP-RTM). Die Zykluszeiten lägen bei diesem Verfahren bei wenigen Minuten.
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