Handling und Robotik

Crossbar-Roboter erhöhen die Ausbringung im Presswerk

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Crossbar-Roboter-Technik auch für Nachrüstungen geeignet

„Durch den Einsatz von praxiserprobter Robotertechnik stellen wir außerdem eine hohe Verfügbarkeit des Produktes sicher“, erklärt Dörner. Drei verschiedene Robotermodelle für jeweils unterschiedliche Traglasten bietet Schuler Automation an: Während die größeren Modelle von Fanuc und Kuka für Traglasten bis 90 kg geeignet sind, ist die kleinere Kuka-Variante für Traglasten bis 60 kg ausgelegt. „Dabei eignet sich diese Mechanisierungslösung auch für die Nachrüstung an vorhandenen Pressenlinien“, betont der Schuler-Manager.

Die Roboter werden bei neuen und älteren mechanischen und hydraulischen Pressen eingesetzt, wobei die Abstände zwischen den Pressen zwischen 5 und 10 m betragen können. Der Einbauraum zwischen den Pressen bleibt für Wartungsarbeiten frei zugänglich. Die Programmierung erfolgt für den Anwender einfach und übersichtlich über ein Bedienpanel. „Mit dem Crossbar-Roboter konnten wir zum Beispiel eine Pressenlinie bei einem deutschen Automobilhersteller verketten, auf der sowohl Außenhautteile als auch Strukturteile für diverse Fahrzeuge hergestellt werden. Weitere Anlagen stehen in Brasilien, den USA, China und Schweden“, erläutert Dörner.

Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten bei Retrofit von Anlagen

In Zukunft erwarten die Experten von Schuler Automation zudem zahlreiche Einsatzmöglichkeiten bei der Anlagenmodernisierung – dem sogenannten Retrofit. Schließlich können Anwender mit Hilfe der Crossbar-Roboter ihre Gesamtkosten senken und gewinnen zudem noch an Flexibilität. „Nur ein Saugertooling für den Werkzeugtransport pro Pressenlücke – dadurch lassen sich die Investitionen deutlich senken und außerdem können Anwender wesentlich schneller Produktionswechsel umsetzen“, so Dörner.

Ein weiteres Beispiel ist der neue Porsche Panamera, dessen Markteinführung in Deutschland im September 2009 erfolgt. Im März startete jetzt die Produktion der äußeren Hülle bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover. Nahezu alle Außenhautteile werden dabei auf einer Pressenlinie hergestellt, die im vergangenen Jahr mit einer hydraulischen Kopfpresse von Schuler SMG und acht Crossbar-Robotern von Schuler Automation modernisiert wurde.

Die Pressenstraße 61 bei VW Nutzfahrzeuge besteht aus sechs Pressen von verschiedenen Herstellern. Für die Automation der gesamten Linie – vom Einlegen der Platinen in die Schuler-Ziehpresse bis hin zur Ablage der fertigen Bauteile, nachdem sie die letzte mechanische Presse am Ende der Linie verlassen haben – sorgen die acht Crossbar-Roboter.

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