Geräteinformationssysteme Das Ende der Informationsinseln
Beim fertigen kleiner Stückzahlen nach den individuellen Wünschen des Kunden sind die Auftragsbearbeitungsprozesse bei weitem nicht so standardisiert wie etwa in der Automobilindustrie. Es kommt vielmehr auf den einzelnen Mitarbeiter an, den flexible Softwaresysteme unterstützen.
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Wer die Abläufe bei der Auftragsbearbeitung verbessern will, sieht sich mit einer ganzen Reihe von Hindernissen konfrontiert. So haben sich viele Abläufe über Jahre eingebürgert. Einzelne Mitarbeiter arbeiten langjährig in gleichen Funktionen und vermögen sich nur schwer umzustellen.
Informationsinseln teilweise redundant zu ERP-System
Unterstützende ERP-Systeme sind meist nicht mit dem vollen Funktionsumfang ausgestattet. In den Fachabteilungen sind deshalb weiterhin Informationsinseln mit redundanten Daten vorhanden.
Um dennoch Prozessverbesserungen herbeizuführen und die Mitarbeiter für die Veränderungen zu begeistern, ist es vorteilhaft, auf bestehende Prozesse aufzusetzen und diese schrittweise anzupassen oder durch neue Systeme zu ergänzen. Der Auftragsabwicklungsprozess einer Maschine beginnt mit der Beschaffung oder der Produktion der erforderlichen Komponenten und endet mit dem Transport zu einem fest vereinbarten Auslieferungstermin zum Kunden.
Die Fülle von Informationen im Auftragsbearbeitungsprozess intelligent zu managen ist eine herausfordernde Aufgabe. Es kommt immer wieder zu Informationsveränderungen, etwa durch Beschaffungsengpässe, Produktionsverschiebungen oder Anpassung der Kundenwünsche.
Standardisierte ERP-Systeme stoßen an ihre Grenzen
In einem Investitionsgüterunternehmen können solche ständigen Veränderungen nur mit der nötigen Flexibilität der Mitarbeiter wie auch der unterstützenden IT-Systeme bewältigt werden. Gerade standardisierte ERP-Systeme stoßen dabei oft an ihre Grenzen, da sie vom Unternehmen nicht immer flächendeckend eingesetzt, sondern durch bestehende Systeme ergänzt werden.
Dies können durchaus auch abteilungsspezifische Excel-Dateien sein. Diese Listen sind zwar bei Änderungen äußerst flexibel zu handhaben, jedoch kommt es dadurch auch schnell zu fehlerhaften Informationen.
Veränderte Informationen erfordern veränderte Abläufe
Herausfordernd ist die Tatsache, dass alle beteiligten Abteilungen aufgrund veränderter Informationen ständig ihre Abläufe anpassen müssen. Außerdem müssen Termin-Engpässe entlang dem „kritischen Pfad“ rechtzeitig erkannt werden.
Der Verursacher der Informationsänderung ist häufig nicht feststellbar, so dass eine zeitintensive Suche beginnt, um herauszufinden, welche Informationen aktuell und gültig sind. Die Folge sind redundante Daten in mehreren Abteilungen und Informationsbrüche innerhalb der Systeme.
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