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Hyfra Industrie-Kühlanlagen GmbH

Das müssen Industrie- und Prozesskühler jetzt können

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Kundenorientierte Kühlanlagen dominieren die Hyfra-Projektszene

Mit Blick auf anstehende Investitionen sollte generell zwischen Standardvarianten und individuell gefertigten Industriekühlern differenziert werden. Ein Großteil der Standardkühllösungen ist aktuell noch nicht von der Ökodesign-Regelung betroffen, weil die Auslass-Kühlwassertemperatur oberhalb des von der Richtlinie 2016/2281 definierten Temperaturrahmens (2 bis 12 °C) liegt.

Inzwischen machen jedoch kundenspezifisch gefertigte Geräte einen Großteil der projektierten Kühlanlagen in der Metallverarbeitung aus. Denn Customized-Kaltwassererzeuger bieten den grundsätzlichen Vorteil, dass sowohl bei den Anforderungen an die Anlagen-Performance als auch hinsichtlich des prozesstypischen Wirkungsgrades keine Abstriche gemacht werden müssen. Abhängig von den jeweils erforderlichen Prozessparametern fallen einige Customized-Varianten jedoch durchaus unter die Ökodesign-Richtlinie, sodass die MEPS-Werte dementsprechend einzuhalten sind. Auf Herstellerseite wird dies durch verschiedene Ansätze erreicht: Während einige Anbieter wie Hyfra größtenteils auch ohne Einsatz von kostspieligeren Bauteilen die aktuell geltenden Mindesteffizienzwerte (Tier 1) erreichen, setzten sich am Markt für Prozesskühlung zunehmend teillastfähige Komponenten wie EC-Verdichter, bürstenlose Ventilatoren und drehzahlgeregelte Pumpen durch.

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Auch wenn die neue Energiespartechnik nach Einschätzung der EU zunächst mit circa 20 bis 30 % höheren Anlagekosten zu Buche schlägt, rechnet sich diese Investition kurz- bis mittelfristig. Aufgrund der eingesparten Stromkosten ergeben sich im auf den Strom bezogenen Hochpreisland Deutschland Amortisationszeiten von meist unter zwei Jahren.

Das muss man wissen

Ab dem 1. Januar 2021 tritt dann bereits die zweite Stufe der Ökodesign-Regelung 2016/2281 in Kraft. Diese verschärft die Energieeffizienzanforderungen für Industrie- und Prozesskühler noch einmal zusätzlich.

Hier drohen Stolpersteine vor allem bei Projekten während der Übergangsphase bis zum Inkrafttreten der neuen SEPR-Werte von 2021. Ist für die kommenden Jahre eine Neuinvestition vorgesehen, gilt nicht der Tag der Investitionsentscheidung, sondern der Tag des Inverkehrbringens als Stichtag für die Normkonformität.

Das heißt, eine neue Anlage, die jetzt geplant, aber erst 2021 geliefert wird, fällt möglicherweise bereits unter die zweite Stufe der Ökodesign-Richtlinie. Einige Hersteller stellen deshalb bereits heute Teile ihres Produktsortiments auf die neuen Energieeffizienzanforderungen um, wie zum Beispiel Hyfra seine Flexx-Serie. Kunden erhalten auf Wunsch auch eine entsprechende Herstellerbescheinigung, in der die Konformität mit Stufe 2 schon vorab bestätigt wird. Vorausschauende Investitionen in Neuanlagen können speziell bei langfristigen Projekten schon heute Vorteile mit sich bringen. Denn trotz kontroverser Diskussionen vor Inkrafttreten der Ökodesign-Richtlinie profitieren auch Maschinenbauer und Lohnfertiger von den neuen Vorgaben. Immerhin ermöglichen konkrete Energieverbrauchs- und Wirkungsgradwerte mehr Markttransparenz und versprechen im Endeffekt effizientere Produktionsabläufe. Darüber hinaus macht sich ein intelligenter Energieeinsatz in der Prozesskühlung auch im Rahmen von unternehmensweiten Energiesparinitiativen (EN 50001) positiv bemerkbar. MM

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