Condition Monitoring Daten aus dem Öl verhindern kostspielige Ausfallzeiten

Redakteur: Claudia Otto

Mit Condition-Monitoring-Systemen für Öle können Betreiber von Maschinen und Anlagen Service- und Reparaturkosten einsparen. Abgesehen von der klassischen Zustandsanalyse werden gerade bei kapitalintensiven Produktionsmaschinen Onlineverfahren immer stärker in Anspruch genommen.

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„Öl ist vergleichbar mit dem Blut im menschlichen Organismus“, sagt Peter Synek, Themenverantwortlicher für Condition-Monitoring-Systeme im VDMA. Die Analyse des Öls und des Blutes eröffne dem Experten ein genaues Bild über den Zustand der Komponenten beziehungsweise der Organe und des Gesamtsystems.

Onlineverfahren zur Ölprobenanalyse im Kommen

In der Hydraulik ist es daher üblich, Ölproben zu nehmen, diese entweder vor Ort oder im Labor zu analysieren und somit den Zustand des Öls zu detektieren, wie der Experte erklärt. „Die Analysenergebnisse lassen auch einen Rückschluss über den Zustand der Komponenten anhand der Verschmutzungspartikel zu. Dies ist die klassisch konventionelle Methode der Ölzustandsanalyse“, sagt er. Aber auch die sogenannten Onlineverfahren gewinnen laut Synek immer größere Bedeutung, gerade bei kapitalintensiven Produktionsmaschinen.

Doch welche Überwachungssysteme gibt es und wann sind sie sinnvoll? Der VDMA-Experte meint: „Neue Sensorentwicklungen ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung des Ölzustands in den Maschinen und Anlagen – erfasst werden beispielsweise die Viskosität, die Säurezahl, der Wassergehalt, die Verschmutzung des Öles und der Additivabbau des Öles. Belastungsdaten, wie Druck, Temperatur, Volumenstrom, Füllstand und Drehzahl der Pumpe beziehungsweise des Motors, werden ebenfalls erfasst.“

Informationen aus dem Öl zur Planung von Wartung und Service nutzen

Die Informationen können zur Planung von Wartungs- und Servicearbeiten genutzt werden, wie er erklärt. Bei sprunghaften Veränderungen könne direkt reagiert werden, da auch in der Zeit zwischen den Probennahmen Informationen über das Öl vorliegen. „Durch die frühzeitige Warnung können Schäden begrenzt und unter Umständen Folgeschäden, bis hin zum Stillstand der Produktionsmaschine, vermieden werden“, sagt er.

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