Remote Support

Datenbrillen speziell für den Industrieeinsatz

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Digitale Assistenz verkürzt Einschulungs- und Ausbildungszeiten

Neben dem Remote Support durch Spezialisten ist ein zweites Thema bei der modernen Fertigung und deren Instandhaltung omnipräsent: die digitale Assistenz beziehungsweise digitale Arbeitsanweisungen. Losgröße 1, oft wechselnde Teams und Aufgaben oder Einschulung eines neuen Mitarbeiters – dies sind nur einige Beispiele, wo digitale Unterstützung sinnvoll und effektiv sein kann. Nicolas Spiegl vom Digitalization & Innovation Lab bei Bilfinger, einem international führenden Industriedienstleister für die Prozessindustrie, erklärt, dass Wearables auch einen wichtigen Aspekt der Digitalisierungsstrategie von Bilfinger bilden: „Damit haben Spezialisten vor Ort einfachen und schnellen Zugang zu allen wichtigen Informationen.“

Gerade in der Instandhaltung, bei der eine Standardisierung der Prozesse und der hohe Anspruch an deren Qualität äußerst wichtig sind, kann der digitale Support – ob mit Videos, Prozessanleitungen oder eigenen Applikationen mit zusätzlicher Zeiterfassung, Ticketing-System und Dokumentation – den Anwender vor Ort umfassend unterstützen. Ziel ist es, Mitarbeiter flexibler und schneller eigenständig einsetzen zu können und zudem Einschulungs- und Ausbildungszeiten sowie -kosten einzusparen. Spiegl fährt fort: „Für unsere ersten Pilotprojekte haben wir uns für das HMT-1 entschieden. Wichtige Auswahlkriterien waren die einfache Handhabung der Sprachsteuerung, die Industrietauglichkeit und die Entwicklung einer Atex-zertifizierten Version.“

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Arbeitsschritte in Videos festhalten

Eine weitere Möglichkeit, die sich mit mobilen Endgeräten bietet, ist es, auf einfache Weise kurze Lehrvideos zu produzieren, neue Arbeitsanweisungen und damit neues Wissen für Kollegen selbst zu erstellen. Das hat auch RHI Magnesita, ein Produzent für die Erzeugung nicht substituierbarer Feuerfestwerkstoffe für industrielle Brenn- und Schmelzprozesse, erkannt. Gerhard Urbanek, Head of Testing Methods & Standards bei RHI, erklärt: „Wir nutzen das Head Mounted Tablet für eine videounterstützte Schulung von Prüfungen. Zudem dient es als Kommunikationsdrehscheibe mit unseren Lieferanten, zum Beispiel um via Video-Call, wie zuletzt in Mexiko, immer entsprechend schnelle Unterstützung anzubieten.“

Wertvolles Unternehmenswissen sichern

Beim HMT-1 ist eine 16-MP-Kamera über der Schulter positioniert, die geringfügig horizontal schwenkbar ist. So kann der Mitarbeiter vor Ort den neuen Reparaturfall gleich filmisch festhalten und anderen zur Verfügung stellen. Da die Hände frei sind, braucht er nur seinen Arbeitsvorgang zu kommentieren und hat diesen somit digital dokumentiert.

Speziell in der Instandhaltung gibt es Prozesse, die weder von immer gleichbleibenden Teams, noch in einer Frequenz vorkommen. Wertvolles Wissen um Vorgänge und Maßnahmen kann dabei verloren gehen. Dies passiert häufig auch dann, wenn Mitarbeiter in Rente gehen und ihre gesamte Erfahrung mit in den Ruhestand nehmen. Umso wichtiger ist es, dass das Wissen im Unternehmen breit verteilt und jederzeit abrufbar ist. Auch dafür kann eine Videokamera Prozesse, ohne zu stören, visuell erfassen. Eine Nachbearbeitung mit Augmented-Reality-Ergänzungen ist an dieser Stelle denkbar und bildet den Idealfall: Im Nachgang können so zum Beispiel Modellnummern, zusätzliche Grafiken oder spezielle Hinweise, beispielsweise Pfeile, im Video hinzugefügt werden.

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