Bewiesen Der 3D-Druck mit Metall ist auch für KMU profitabel

Quelle: FH Münster 2 min Lesedauer

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Die Fertigung mithilfe eines 3D-Druckers für Metallteile kann sich auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) lohnen, wie man an der FH Münster weiß.

Diese DMG-Mori-Maschine druckt an der FH Münster Metallteile. Wie die dort forschenden Experten herausgefunden haben, kann sich das auch für Klein- und Mittelständler lohnen. Bei Bedarf unterstützen sie deshalb KMU dabei, das herauszufinden.(Bild:  FH Münster)
Diese DMG-Mori-Maschine druckt an der FH Münster Metallteile. Wie die dort forschenden Experten herausgefunden haben, kann sich das auch für Klein- und Mittelständler lohnen. Bei Bedarf unterstützen sie deshalb KMU dabei, das herauszufinden.
(Bild: FH Münster)

Regionale Industriebetriebe, die die additive Fertigung einsetzen möchten, erhalten an der FH Münster professionelle Unterstützung und die Möglichkeit zum Testen. Denn im Labor für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik auf dem Technologie-Campus Steinfurt können komplexe Metallbauteile gedruckt werden. Das kann viele Auswirkungen haben. Denn René Edelmann hat in seiner Masterarbeit das Potenzial der additiven Fertigung für Dünnewald Stahlhandel analysiert und für einen der Kunden ein Bauteil gedruckt. Konventionell gefertigt, bestünde das Teil aus 11 Einzelkomponenten. Es handelt sich um einen Füllstutzen für eine sogenannte Sackfüllmaschine. Die Analyse von Edelmann hat gezeigt, dass es zwar eine durchaus interessante Fertigungsoption darstellt, sich die Anschaffung eines 3D-Druckers beziehungsweise der Vertrieb 3D-gedruckter Metallbauteile aktuell für Dünnewald aber noch nicht lohnt – auch eine Erkenntnis. Hier noch ein Beispiele in Sachen erfolgreicher Zusammenarbeit.

Unternehmen profitieren vom hohen Optimierungspotenzial

Durch die Produktion im 3D-Drucker lassen sich bei komplexen Bauteilen Zeit und Kosten einsparen, wie Praktiker wissen. Der Fertigungsprozess verlaufe insgesamt schneller, obwohl die Maschinenlaufzeit länger sei. Denn die Vorbereitungs- und der Nachbearbeitungsaufwand verkürzt sich deutlich. Auch der Personalbedarf ist weitaus geringer, sagt Edlemann. Dieses Ergebnis liefert der Maschinenfabrik Haver & Boecker eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Optimierung ihrer Produktionsprozesse. Die additive Fertigung bietet beim Design der Bauteile außerdem ganz neue Möglichkeiten. Zudem kommt hinsichtlich Funktionalität und Fertigungskosten ein hohes Optimierungspotenzial, wie das Unternehmen berichtet. Einschränkungen durch Herstellungsverfahren oder Rohstoffverfügbarkeit sind wesentlich geringer. Nun führe man an dem von der FH Münster erstellten Bauteil noch Nacharbeiten durch, um die Oberflächenqualität zu verbessern, bevor es einem Praxistest unterzogen werden könne.

Am 3D-Druck Interessierte können jederzeit Kontakt aufnehmen

Edelmann kommentiert: „Es ist wichtig, die Unternehmen anzusprechen und ihnen dieses Thema näherzubringen.“ Der gesamte 3D-Druck-Bereich ist außerdem im Wachstum, so der 29-Jährige, der privat schon seit sieben Jahren einen eigenen 3D-Drucker besitzt. „Wir versuchen, bei regionalen Unternehmen bekannter zu machen, dass der Metall-3D-Druck eine sehr interessante Ergänzung zu konventionellen Herstellungsverfahren wie Drehen oder Fräsen darstellt“, erklärt Prof. Dr. Hilmar Apmann, der die Masterarbeit betreut hat. Nicht zuletzt gilt das auch aus Gründen der Nachhaltigkeit. Denn die Bauteilmasse reduziert sich enorm, was Materialressourcen schont. Die FH Münster nutzt dafür ein 3D-Druck-System Lasertec 30 SLM 2nd von DMG Mori. Der Arbeitsraum misst 300 × 300 × 300 Millimeter. Gedruckt werden können Aluminium (AlSi10Mg0,5) und Edelstahl der Sorte 1.440. Interessierte Unternehmen können sich übrigens jederzeit an das Labor für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik der FH Münster wenden.

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