Kunststofftechnik Der Blitzbinder – ein Kunststoff-Klassiker
Ein einfaches Verschlusssystem aus Kunststoff, das einfach zu handhaben und einfach zu produzieren war: Das war für den Österreicher Otto Lefnaer die Idee seines Lebens. 1953 gründete in Stuttgart die Württembergische Allplastik GmbH. Zu Beginn produzierte der Ingenieur querbeet Spielwaren, Besteck, Uhrengehäuse oder Pharmagebinde. Doch keines so erfolgreich wie die Verschlussschlaufe.
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Rot, gelb, pink oder lila, wieder zu öffnen oder nicht öffenbar. Mit wenigen Adjektiven lassen sich häufig die kleinen, aber extrem erfolgreichen Erfindungen beschreiben. Ein Millionenprodukt, das jeder schon einmal in den Händen hatte und das vom schwäbischen Herrenberg aus die ganze Welt erobern konnte: der Kabelbinder.
Hier in der Nähe von Stuttgart landet der Besucher in der Realität des deutschen produzierenden Gewerbes. Ein Betrieb mit etwa zwanzig Mitarbeitern, der sich mit einer einfachen, aber genialen Geschäftsidee seinen Platz erkämpft hat. Dieser Betrieb steht unter mehreren Aspekten stellvertretend für viele. Vom Kostendruck am Standort Deutschland über die Überlegungen um eine mögliche Erneuerung bis hin zu Gedankenspielen die Internationalisierung betreffend.
Die Verschlussschlaufe wurde das Geschäft seines Lebens
In den Fünfzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts hatte der österreichische Ingenieur Otto Lefnaer die Idee seines Lebens: ein einfaches Verschlusssystem aus Kunststoff, das einfach zu handhaben und einfach zu produzieren war. Im Jahr 1953 gründete er in Stuttgart die Württembergische Allplastik GmbH. Zu Beginn produzierte er querbeet Spielwaren, Besteck, Uhrengehäuse oder Pharmagebinde. Doch keines so erfolgreich wie die Verschlussschlaufe.
Trotz Erfolgen vor allem durch Anzeigen und Berichten in der Fachpresse dauerte der Marsch durch die Branchen einige Zeit. Den Anfang machte das Verschließen von Beuteln und Säcken in der Landwirtschaft, Chemie oder Pharmaproduktion. Heute werden die Binder in großen Stückzahlen in der Verpackungsindustrie, der Automobilindustrie und dem Maschinenbau, in Krankenhäusern und Wäschereien eingesetzt.
Eng eingebettet in ein Netzwerk
Seit 1986 steuert der Sohn des Gründers, Björn Gunnar Lefnaer die Geschicke des Familienbetriebes. Wie viele Familienbetriebe beschreibt auch er sein Unternehmen als eng eingebettet in ein Netzwerk von Know-how-Trägern. Zum einen herrsche ein gewachsenes Vertrauen zu den Lieferanten der Kunststoffgranulate, die sich mit ihrem Wissen zum verwendeten Polyethylen und Hexapolyamid zu den Themen Zugfestigkeit, Hitze- und UV-Beständigkeit oder den vielfältigen Farbvarianten einbringen.
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