Energiespeicher Der Einsatz von Energiespeichern fordert die Industrie heraus

Redakteur: Nora Nuissl

Ende Januar zogen mehrere Referenten bei der Abschlussveranstaltung des Innovationsforums „Innovative Energiespeicherkonzepte für die industrielle Produktion“ (Esipinno) Resultat.

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Die Mitglieder des Kernteams des Innovationsforums Esipinno zeigten Ende Januar die Motivation und Ergebnisse der Workshops auf. Die erarbeiteten Lösungsansätze zu Energiespeicherkonzepten für die industrielle Produktion werden in vier Verbundprojekten fortgeführt.
Die Mitglieder des Kernteams des Innovationsforums Esipinno zeigten Ende Januar die Motivation und Ergebnisse der Workshops auf. Die erarbeiteten Lösungsansätze zu Energiespeicherkonzepten für die industrielle Produktion werden in vier Verbundprojekten fortgeführt.
(Bild: Nuissl)

„Energiespeicher sind im Zuge der Energiewende zwar ein viel diskutiertes Thema, spielen bisher aber nur im privaten Umfeld und weniger in der industriellen Produktion eine Rolle“, betonte Dr. Steffen Ihlenfeldt, Abteilungsleiter am Fraunhofer IWU, zum Abschluss des Projekts Esipinno in Chemnitz.

Das Forum wurde von der Technischen Universität Chemnitz und dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) initiiert, um eine Gesprächsplattform für Energiespeicherkonzepte in der Industrie zu bilden. Um die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energien zu ermöglichen sowie Spitzenlasten zu verringern und Produktionsstandorte in künftige intelligente Netze einbinden zu können, wurde während der sechsmonatigen Projektlaufzeit der breite Einsatz von Energiespeichern in der Industrie als Möglichkeit diskutiert.

Workshop-Teilnehmer sammelten Know-how über Energiespeicher

Vertreter von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen sammelten in drei Workshops zu den Themenfeldern „Bedarfsanalyse“, „Auslegungswerkzeuge“, „Systemintegration“ und „Betriebsführung“ Know-how und stellten eine Entwicklungsagenda auf. So können nun in Zusammenarbeit mit den Unternehmen ADS-Tec, einem Lithium-Ionen-Batteriehersteller, und Adapted Solutions, einem IT-Anbieter für Simulationssoftware, die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden.

Kommerzielle und technologische Lösungsansätze waren das Ergebnis von Esipinno

Beispielsweise stellte die Firma Cofely das Demand Side Management als kommerzielle Einsatzmöglichkeit für Energiespeicher vor. Das Modell stehe jedoch noch am Anfang der Entwicklung, verdeutlichte Referent Prof. Dr. Frank Höpner, Strategiechef von Cofely. Theoretische Ansätze zur Technologieauswahl und der Dimensionierung von Energiespeichersystemen lieferte Prof. Dr. Hanke-Rauschenbach von der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover. Auch ganzheitliche Energielösungen für die Industrie waren ein Thema bei der Veranstaltung: Gildemeister Energy Solutions präsentierte seine Gesamtlösung Cellcube, mit der gefahrensicher Energie eingespart werden kann, bei einem Wirkungsgrad bis zu 80 %.

Gefördert wird das Innovationsforum vom Programm „Unternehmen Region“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Künftig sollen vier Verbundprojekte Use Cases herausbilden und als Grundlage bis zur Serienproduktion dienen.

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