Anbieter zum Thema
In der Öffentlichkeit spielt Werkstoffforschung keine allzu große Rolle. Beispielsweise in der Hightech-Strategie der Bundesregierung finden sich eher Schlagworte wie Industrie 4.0. Ärgert sie das?
Dr. Böhm: Das mag sein, es ist jedoch so, dass beim Bundesministerium für Bildung und Forschung regelmäßig Ausschreibungen veröffentlicht werden, in denen wir unsere Themen wiederfinden. So haben wir in den letzten Jahren eine erhebliche Anzahl an Projekten platziert, bei denen wir sowohl mit dem Ergebnis als auch der Betreuung sehr zufrieden waren.
Welche Rolle spielt in diesen Projekten und in Ihrer Forschung allgemein das Thema der Dichtungen? Aus Betreiber- und Umweltsicht spielt doch hier die Musik.
Dr. Böhm: Stimmt, auch die Lagerproblematik ist in geförderten Projekten bearbeitet worden und hat auch heute einen hohen Stellenwert bei KSB. Wir haben in der Lagertechnologie insbesondere Fortschritte gemacht bei wellendichtungslosen Pumpen. Ihre Lager sind mediengeschmiert. Wenn der Medienstrom aus irgend einem Grund abreißt, läuft das Lager trocken und – da wir hier von keramischen Lagern reden – droht zu zerspringen. Da ein Lagerschaden in der Regel auch einen Pumpenschaden darstellt, ist das also ein sehr kritisches Bauteil und somit sehr wichtig für die gesamt Performance der Pumpe. Hier ist es uns über die letzten Jahre gelungen, zusammen mit Partnern, Fraunhofer Instituten und anderen Lösungen zu entwickeln.
(ID:43027504)