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Technikzentrum von Thyssenkrupp Steel Europe vom „Oloid-Virus“ erfasst
Jetzt wurde der rund 80 Jahre alte Geistesblitz des Schweizer Tüftlers wieder aufgegriffen: der Bau eines Oloid-Antriebs für ein kleines Personenboot, um die Technologie in der Praxis zu testen. Für die Aufhängung und Steuerung des Oloid-Antriebs waren die angehenden Industriemechaniker im Technikzentrum von Thyssenkrupp Steel Europe zuständig. Ausbilder Andreas Bruns sah dies als spannende Herausforderung für die Azubis an:
„Für sie war dieser Lehrauftrag mal etwas ganz Anderes. Anfangs mussten sie sich erst einmal damit auseinander setzen, was überhaupt ein Oloid ist und wie er funktioniert.“ Seitdem sie mit dem Projekt begannen, sei nach und nach das ganze Technikzentrum vom Oloid-Virus angesteckt worden. „Obwohl an dem Antrieb insgesamt nur 15 Azubis mitgewirkt haben, kamen viele interessierte Mitarbeiter vorbei, um zu schauen, wie es läuft“, so Bruns.
Die Auszubildenden waren von Beginn an begeistert von der neuen Aufgabe. „Für uns war das etwas ganz Neues, wir kannten Oloid vorher gar nicht“, erzählt Pascal Klömpken, der sich im zweiten Lehrjahr befindet. Und Yunus Ince ergänzt: „Wir mussten die Herstellung der Aufhängung und die Steuerung zunächst planen, dann umsetzen und dabei auch die Vorgaben erfüllen, das heißt der Antrieb sollte sowohl höhen- als auch breitenverstellbar sein.“
Veranstaltungen zum 300. Geburtstag des Duisburger Hafens
Seine Weltpremiere erlebte das von Ophardt-Maritim zur Verfügung gestellte Boot mit dem Oloid-Antrieb von Thyssenkrupp am 28. Februar. Die Jungfernfahrt fand im Hafen am Museum der Deutschen Binnenschifffahrt statt. Dort wurde an diesem Tag eine Sonderausstellung im Zuge des 300-jährigen Jubiläums des Duisburger Hafens eröffnet.
Zudem erzählten Yunus Ince und Pascal Klömpken gemeinsam mit ihren Ausbildern am 5. März beim „Forschungstag Neue Horizonte“ über das Projekt. Bei dieser Veranstaltung, die bei der Firma Ophardt stattfand, berichten junge Wissenschaftler aus dem Paul-Schatz-Forschungslaboratorium über aktuelle Entwicklungen zu den Themen Schiffsantrieb, Messungen zum Wind-Oloid und Akkustik. Am 6. März fand im Museum unter der Fragestellung „Kann ein Oloid ein Schiff antreiben?“ zudem eine Führung durch die Sonderausstellung statt. Interessenten konnten das Versuchsboot auch einmal selbst testen. Es soll beim Duisburger Hafenfest für Rundfahrten zum Einsatz kommen.
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