14. Composite-Markterhebung

Deutsche Compositesbranche registriert leichten Gegenwind

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GFK überholt CFK erstmals bei den Wachstumserwartungen

Bewerteten die Befragten bereits im Rahmen der letzten Markterhebung die Region Asien als Quelle von vielen Wachstumsimpulsen für das Compositesegment, so setzt sich dieser Trend weiterhin fort. Europa und Deutschland verlieren, gemessen an den Nennungen, sogar etwas an Boden gegenüber Asien. Werkstoffseitig zeigt sich ein zentraler Änderungstrend: Wurde von den Befragten bisher stets CFK als Material genannt, aus dessen Umfeld die wesentlichen Wachstumsimpulse für den Compositebereich zu erwarten sind, so wird aktuell erstmals GFK als wichtigster Werkstoff genannt (Bild 4).

Composite-Index dümpelt in seichtem Fahrwasser

Der Composites-Development-Index gibt den Einschätzungen folgend vor allem im Bereich der aktuellen Bewertungen deutlich nach, heißt es weiter. Zukünftigen Erwartungen zufolge pendele er sich leicht ein oder nehme sogar leicht zu. Betrachtet man aber die Bewertungen im Detail, beispielsweise die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage, so gehen nach wie vor fast zwei Drittel der Befragten von einer positiven Situation aus. Das Bild trübt sich also ein, ist aber noch nicht grundlegend als negativ zu zeichnen.

Liegt womöglich ein Versagen der Politik zugrunde?

Die anhaltende Abschwächung des Index, vor allem in Hinblick auf die Bewertung der aktuellen Situation respektive des Marktumfeldes müsse dennoch sehr ernst genommen werden, offenbare sie doch ein anhaltend hohes Maß an Unzufriedenheit über verschiedene Wirtschaftsstandorte und -regionen hinweg, das sich zu manifestieren scheint. Bisher ist es politisch anscheinend nicht gelungen, das wirtschaftliche Umfeld innerhalb des sehr international verteilten Compositemarktes positiv zu beeinflussen.

Die Auswirkungen einzelner gesamtwirtschaftlich negativer Entwicklungen (Brexit, Zollpolitik der USA, Handelsstreitigkeiten führender Wirtschafts- und Industrienationen, zuletzt die Handelseinschränkungen mit China sowie eine stark nachlassende Wachstumsdynamik et cetera) haben entscheidenden Einfluss auch auf die Compositeproduktion- und -verarbeitung, erklären die Experten. Vor allem der Mobilitätsbereich sei derzeit von enormen Umbrüchen und Unsicherheiten geprägt. Es bleibt zu hoffen, dass eine Beruhigung der Wirtschaft generell oder auch eine Entwicklung in anderen, eventuell aufstrebenden Wirtschaftsbereichen zu einer Verbesserung des Marktumfeldes beitragen können. Immerhin, die Befragten schauen wieder etwas optimistischer in die Zukunft.

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