VDMA Deutsche Fluidtechnik erwartet weiteres Wachstum
„Die deutsche Fluidtechnik hat in den Jahren 2010 und 2011 einen rasanten Aufschwung gemeistert“. Dies erklärte der wieder gewählte Vorsitzende des Fachverbandes Fluidtechnik im VDMA, Christian H. Kienzle, Argo-Hytos GmbH, auf der Mitgliederversammlung des Fachverbands in Weimar.
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Nach der weltweiten Wirtschaftskrise, die auch für die deutsche Fluidtechnik einen enormen Umsatzrückgang von 40% mit sich brachte, hat die Branche im Jahr 2010 wieder ein Umsatzwachstum um 36% auf 5,5 Mrd. Euro erreicht. Die Hydraulik ist dabei um 34% auf 3,8 Mrd. Euro gewachsen, die Pneumatik sogar um 40% auf 1,7 Mrd. Euro.
Fluidtechnik-Welt auch 2011 und 2012 in Ordnung
Nach der Aufholjagd im Jahr 2010 – mit sogar dreistelligen Zuwachsraten im Auftragseingang in der Hydraulik – rechnet der VDMA-Fachverband auch für das Jahr 2011 mit deutlichen Steigerungsraten. So ist für die deutsche Fluidtechnik ein Umsatzzuwachs von 21% denkbar, die Hydraulik könnte um 22% zulegen, die Pneumatik um 19%. Für 2012 er-wartet die Fluidtechnik ein weiteres, wenngleich abgeschwächtes Wachstum von 6% (Hydraulik 6%, Pneumatik 7%).
Die deutsche Fluidtechnik schaut zuversichtlich in die Zukunft. Die Auftragsbücher sind gefüllt, die Unternehmen arbeiten inzwischen bereits an der Kapazitätsgrenze. Der Personalaufbau ist seit Ende 2010 wieder im Gange, die Arbeitszeit auf Spitzenniveau und somit auch der Einsatz von Zeitarbeitern wieder intensiv.
Hoe Materialpreise und schleppende Materialzulieferung verursachen Sorgenfalten
Das Flexibilitätsinstrument Zeitarbeit war eine wichtige Stütze für Deutschlands Wirtschaft, ist man beim VDMA überzeugt. „Das Atmen im globalen Auf und Ab der Konjunktur ist gerade in Deutschland, dem High-Tech-Produktionsstandort der Welt, wichtig“, so Hartmut Rauen, Geschäftsführer des Fachverbands Fluidtechnik.
Sorge machen den Fluidtechnikern jedoch die Materialpreise, die schleppende Materialzulieferung und der nach wie vor bestehende Fachkräftemangel sowie die Unsicherheit, die von den Finanzmärkten auf die Weltkonjunktur ausstrahlt.
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