Werkzeugmaschinen

Deutsche Hersteller wollen Japans Marktdominanz in Thailand aufbrechen

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Autoland Thailand – einer der größten Märkte für Werkzeugmaschinen

„Thailand war 2013 mit rund 2,5 Mio. produzierten Fahrzeugen neuntgrößter Automobilproduktionsstandort weltweit“, erklärte Klaus-Peter Kuhnmünch, beim VDW verantwortlich für die deutschen Technologiesymposien. Deshalb wurden insbesondere Kunden aus der Automobil- und Zulieferindustrie für die Veranstaltung angesprochen. Parallel zum wirtschaftlichen Aufschwung des Landes entwickelte sich auch der örtliche Werkzeugmaschinenmarkt prächtig.

In den vergangenen Jahren wuchs der thailändische Werkzeugmaschinenimport um 88 % auf 2,4 Mrd. Euro. Damit ist das Land weltweit viertgrößter Importeur von Werkzeugmaschinen. Aus Sicht der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie hat Thailand als Absatzmarkt ebenfalls in den vergangenen Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen und lässt weiterhin eine positive Zukunft erwarten.

Wullop Liwiwathanapornchai, ein Vertreter des thailändischen Ministeriums für Industrie, beurteilt diese Entwicklung sehr positiv. „Das Symposium kommt zum richtigen Zeitpunkt, denn Thailand industrialisiert sich ständig weiter. Um diesen Prozess vor allem in der Automobilindustrie erfolgreich voranzutreiben, benötigen unsere Unternehmen Hightech-Maschinen aus Deutschland.“

Japanische Marktdominanz bei Werkzeugmaschinen soll aufgebrochen werden

Seit Jahren ist der thailändische Markt stark von japanischen Werkzeugmaschinenherstellern dominiert. Für sie nimmt Thailand eine hervorgehobene Stellung ein, da die japanische Automobilindustrie vor Ort stark positioniert ist. Am gesamten thailändischen Werkzeugmaschinenimport hielt Japan 2013 einen Anteil von 57 %, gefolgt von Anbietern aus Asien und den USA. Die deutschen Hersteller besetzten mit 3 % Marktanteil Platz 6. Diese Dominanz Japans gilt es für die Deutschen aufzubrechen und stärker als bislang vor Ort Flagge zu zeigen.

Wie die Marktposition nachhaltig verbessert werden soll, skizziert Andrew Parkin Geschäftsführer Heller Asien: „Trotz der starken japanischen Marktposition sind wir davon überzeugt, mit eigenen qualifizierten Mitarbeitern und gutem Service vor Ort in Thailand weiter Boden gut zu machen. Unser Ziel ist es, als kompetenter Anbieter ganzheitlicher Lösungen in der Zerspanung unseren Marktanteil weiter zu festigen und konstant auszubauen.“

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