Worte zum Stahlgipfel Erste Informationen zum beendeten Stahlgipfel im Kanzleramt

Von Peter Königsreuther 4 min Lesedauer

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Der deutschen Stahlbranche geht es alles andere als gut. Diverse Probleme belasten das wirtschaftliche Fortkommen. Damit die Lage stabilisiert und verbessert wird, will sich die Politik einschalten ...

Ist der Job sicher? War es doch nur eine Show? Oder tritt man jetzt, nach dem Stahlgipfel, wirklich aufs Gas, um der deutschen Stahlindustrie unter die Arme zu greifen? Hier ein paar Aussagen und Informationen zu dem von der Industrie lang ersehntem Gespräch im Kanzleramt ...(Bild:  Steel burner)
Ist der Job sicher? War es doch nur eine Show? Oder tritt man jetzt, nach dem Stahlgipfel, wirklich aufs Gas, um der deutschen Stahlindustrie unter die Arme zu greifen? Hier ein paar Aussagen und Informationen zu dem von der Industrie lang ersehntem Gespräch im Kanzleramt ...
(Bild: Steel burner)

Der Stahlgipfel ist vorbei. Er sollte keine Show werden, hat die Politik versprochen, sondern ein Impuls zur Weichenstellung in bessere Zeiten. Nun, Bundeskanzler Friedrich Merz sieht die deutsche Stahlindustrie wirklich in einer Existenzkrise. Er will die Branche deshalb auch mit Schutzzöllen unterstützen. „Wir sprechen über das Schicksal einer Schlüsselindustrie“, so der CDU-Politiker nach den Gesprächen. Merz verspricht nun viele Anstrengungen der Bundesregierung, um die deutsche Stahlindustrie zu erhalten. Er unterstütze etwa die Vorschläge der EU-Kommission, die heimische Stahlindustrie mit deutlich höheren Zöllen vor billiger Konkurrenz aus Ländern wie China zu schützen. Und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) sagte, dass das Fundament für ein starkes Deutschland eine starke Industrie ist, vor allem bezogen auf den Stahlsektor. Mit Blick auf das Milliarden schwere Sondervermögen für die Infrastruktur sagte der Finanzminister auch: „Die Bundesregierung will, dass vorrangig heimischer und europäischer Stahl eingesetzt wird!“

Die deutsche Stahlindustrie sitzt im Schockraum

Die deutsche Stahlindustrie leidet bekanntlich unter der Krise in Abnehmerbranchen, vor allem wegen der mauen Autoindustrie. Hinzu kommen gestiegene Energiepreise, Billigimporte vor allem aus China, hohe US-Importzölle und hohe Kosten für den Umbau hin zu einer klimafreundlicheren Stahlproduktion. Die Branche warnt deshalb schon lange vor einem dauerhaften Verlust von Industriearbeitsplätzen in Deutschland. „Wertschöpfung, die heute abwandert, holen wir nicht zurück“, mahnte etwa der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Gunnar Groebler. Der Handlungsdruck sei groß. Und der Zweite Vorsitzende der Gewerkschaft IG Metall, Jürgen Kerner, malte dazu ein drastisches Bild: „Man sieht die Stahlbranche quasi im Schockraum sitzen.“

Es geht nicht nur um Unternehmen in Deutschland

Merz weiß also – und erkennt auch, dass die Stahlindustrie in einer existenzbedrohenden Krise steckt. Er dankte ausdrücklich für emotionale Beiträge von Arbeitnehmervertretern, die klargemacht haben, was die Lage für die Betriebe bedeutet. Man spreche also über das Schicksal von Unternehmen – aber vor allem aber auch über das Schicksal von Arbeitnehmern und ihren Familien, die darauf zählten und hoffen dürften und müssten, dass die Politik sich für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze einsetze. Die Stahlindustrie steht demnach nicht nur für viel Wertschöpfung sondern auch für wirtschaftliche Resilienz in Deutschland und Europa. Groebler, der auch Vorstandschef der Salzgitter AG ist, machte dabei deutlich, dass ohne eine starke deutsche Stahlbranche Deutschlands Abhängigkeit von anderen Staaten zwangsläufig zunehmen wird.

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