KI für die Hosentasche Deutsche Telekom setzt auf eigenes Smartphone mit KI

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Telekom bringt ein eigenes Smartphone auf den Markt, bei dem Nutzer aufgrund eines mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgestatteten Sprachassistenten nicht mehr auf Apps zugreifen müssen, wie die dpa meldet.

Vorhang auf! Heute hat die Deutsche Telekom ihr KI-Phone vorgestellt. Hier präsentiert es die Telekom-Technikvorständin Claudia Nemat, die die Idee dazu hatte. Nun ein kleiner Überblick zur Funktionsweise. (Bild:  dpa)
Vorhang auf! Heute hat die Deutsche Telekom ihr KI-Phone vorgestellt. Hier präsentiert es die Telekom-Technikvorständin Claudia Nemat, die die Idee dazu hatte. Nun ein kleiner Überblick zur Funktionsweise.
(Bild: dpa)

Das Telekom-Smartphone ist sozusagen ein App-freies Erlebnis, erklärt Telekom-Technikvorständin Claudia Nemat. Wie es weiter heißt, handelt es sich um eine Weiterentwicklung des konzerneigenen T-Phones. Es wurde heute auf der Mobilfunk-Messe MWC in Barcelona vorgestellt. Die Idee hatte Nemat bereits vor einem Jahr als Designkonzept präsentiert. Nun sei das Gerät weitgehend fertig. Nach letzten technischen Arbeiten soll es in der zweiten Jahreshälfte 2025 in den Verkauf kommen.

Das kann das neue Telekom-KI-Smartphone

Bei dem KI-Phone berührt der Nutzer nur das Display und kann dann mit dem KI-Assistenten sprechen, der auf die KI-Suchmaschine Perplexity zugreift, wie man erfährt. Nach den Sprachbefehlen des Users kann der KI-Assistent Anrufe initiieren, Mails schreiben, Kalendereinträge machen, ein Taxi bestellen oder auf dem Display Hinweise zu guten Restaurants in der Nähe geben. Auch Vorschläge zu passenden Geschenken sind möglich. Außerdem gibt es Wegbeschreibungen, die der KI-Assistent anzeigt. Er übersetze sogar abfotografierte Dokumente. Zusätzlich könnten Podcasts einfach erstellt werden. Das Besondere an dem Smartphone sei, dass man eben nicht mehr auf verschiedene Apps zugreifen müsse, um sich Informationen kleinteilig bei Diensten zusammenzusuchen. „Niemand muss sich mehr in einem Dschungel aus Apps zurechtfinden, die er auf seinem Handy hat, denn das übernimmt der KI-Assistent“, wie Nemat verspricht. Er orchestriere sozusagen die App-Nutzung. Die Apps sind dabei hinter der Oberfläche des KI-Assistenten verborgen.

(Ähnlich funktionieren aber auch schon Systeme von Google (Gemini) und Apple (Apple Intelligence).

Zwei Telekom-KI-Phones standen einst zur Wahl

Vergangenes Jahr hatte die Telekom zwei mögliche Versionen des KI-Phones vorgestellt. Das waren das nun finalisierte Mittelklasse-Smartphone und eine teurere Version mit einem Highspeed-Prozessor von Qualcomm. Bei dieser Smartphone-Version sollte die KI auch Antworten geben, wenn der Nutzer offline ist. Diese Variante sei aber nicht weiterverfolgt worden. Mit diesem Vorhaben forciert der Bonner Konzern seine Bemühungen, im Hardware-Markt etwas stärker Fuß zu fassen, und dabei ein innovatives Image zu pflegen, mit dem man mehr Kunden gewinnt, heißt es. Denn bisher führte das T-Phone ohne den nun entwickelten KI-Assistenten eher ein Schattendasein. Verkaufszahlen dazu publizierte die Telekom offensichtlich aus gutem Grund nicht. Unabhängige Experten nehmen die Nachricht eher positiv auf.

(ID:50343699)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung