VDW-Symposium in Südkorea

Deutsche Werkzeugmaschinen überzeugen

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Hoch geschätzt: Technik, Qualität und Präzision

Deutschland belegt nach Japan Platz 2 der wichtigsten Lieferanten mit einem Anteil von 15 %t. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 2000 Maschinen im Wert von rund 160 Mio. Euro geliefert. Im ersten Quartal 2018 stiegen die deutschen Ausfuhren bereits um ein Fünftel. Geliefert wurden vor allem Bearbeitungszentren, Lasertechnologie, Verzahnmaschinen und Schleifmaschinen. Die Bestellungen koreanischer Kunden zogen 2017 um 11 % an.

„Für uns war das Geschäft in Korea 2017 zwar rückläufig. Allerdings ist das Kunden- und Marktpotenzial sehr hoch und auch für hochwertige Komponen-ten vorhanden“, sagt Roland Merz, Sales Manager Asia, Chiron Werke.

Südkoreanische Kunden schätzen an deutschen Werkzeugmaschinen vor allem Technik, Qualität und Präzision. „In Bezug auf spezialisierte Maschinen sind deutsche Unternehmen weit vorne, und ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis der fertigen Produkte. Koreanische Werkzeugmaschinen können die deutsche Technikqualität nicht erreichen“ sagte etwa Jang Hogil, Team Assistant Manager Manufacture Engineering bei CTR Motek.

Südkorea als Markt gilt als hart umkämpft

„Für den deutschen Maschinenbau ist Südkorea jedoch ein anspruchsvolles Terrain“, sagte Hartmut von Fugler, Managing Director von Emag Korea. Zum einen gebe es starke Konkurrenz, zum anderen erwarten koreanische Kunden intensiven und professionellen Service. Das gilt insbesondere für die Automobilindustrie, die es gewohnt ist, dass ein Maschinenbauexperte im Notfall sehr schnell zur Stelle ist und die Technologie ausnahmslos beherrscht. Das sah auch So Jinho, Manager bei Hyundai Wia, so. „Die Kommunikation zwischen den koreanischen Vertretern deutscher Werkzeugmaschinen und den deutschen Unternehmen ist immer noch schwierig“, bemerkte er. „Da sind Firmen im Vorteil, die eine eigene Niederlassung vor Ort haben“, ergänzte Kuhnmünch. Immerhin zwölf deutsche Firmen bieten aus dem Land heraus Service und Vertrieb an.

„Mit ihrer großen Erfahrung in der internationalen Automobilindustrie sind die Deutschen dennoch sehr gut aufgestellt, um koreanischen Herstellern umfangreiche und tiefgehende Expertise sowie ein breites Portfolio an Speziallösungen für jedes Fertigungsproblem bieten zu können“, sagte Kuhnmünch abschließend.

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