Servoantriebe Deutschland wird Weltmeister! Yogi Löw bestellt automatischen Torwart
Das ist natürlich nur ein Scherz. Aber den automatisierten Torhüter gibt es wirklich. Er heißt Goalias und ist der beste Keeper der Welt, denn er lässt keinen Ball ins Tor. Als Gegenstück zu Goalias wurde an der Uni Stuttgart noch ein automatischer Elfmeterschütze namens David entwickelt.
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Goalias ist einer der besten Torhüter der Welt – und David einer der besten Elf-Meter-Schützen. Ein automatisierter Torhüter soll Elfmeterschüsse von Fußballprofis halten und eine Ballschussmaschine versucht, ihn bei 140 km/h an seine Grenzen bringen. Mit im Spiel: Bildverarbeitung und Regelungstechnik sowie Antriebstechnik von SEW-Eurodrive.
Alles begann mit einer Wette. Sie bildete die Vorlage für ein herausforderndes Projekt am Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik (IAS) der Uni Stuttgart. Sein Direktor Prof. Peter Göhner nahm die Herausforderung an, einen automatisierten Torhüter für ein echtes Fußballtor zu entwickeln. Erste Berechnungen zur Machbarkeit zeigen, dass insbesondere an die Ballerkennung und die Antriebstechnik hohe Anforderungen gestellt werden. Doch das IAS war zuversichtlich, dank seines Know-hows diese Wette zu gewinnen.
Vision, Regelungs- und Antriebstechnik schließen Zufallstreffer aus
Goalias ist ein mechatronischer Torwart, eine mannshohe Kunststoffplatte mit aufgemaltem Gesicht, Trikot und Hose. Die Technik dahinter erkennt in weniger als einer halben Sekunde einen anfliegenden Ball, berechnet seinen voraussichtlichen Auftreffpunkt im Tor und positioniert dort so schnell wie möglich den Torwart. Der Begriff Goalias, zusammengesetzt aus goal (Tor) und IAS (Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik), assoziiert den Namen des biblischen Riesen Goliath. Auch das, was der an der Universität Stuttgart geschaffene Fußballroboter kann, erfordert Stärke und Schnelligkeit: er hält Fußbälle, die mit 140 km/h angeschossen kommen. Mehrere technische Teilsysteme helfen ihm dabei.
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