Schleifwerkzeug Diamant- und CBN-Schleifscheiben effizient konditionieren

Autor / Redakteur: Berend Denkena und andere / Bernhard Kuttkat

Am Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen (IFW) werden verschiedene Abrichtverfahren zum Konditionieren von hochharten CBN- und Diamantschleifscheiben mit unterschiedlichen Bindungsmatrizen erforscht. Das dabei gewonnene Prozesswissen trägt dazu bei, hochharte Schleifwerkzeuge abzurichten, den Formrollenverschleiß zu reduzieren, Mikroprofile für das Mikroschleifen zu generieren und die Effektivität des Abrichtprozesses zu erhöhen.

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Um die Effizienz technischer Systeme zu steigern werden zunehmend Hochleistungsbauteile aus Werkstoffen mit hoher Härte und Verschleißfestigkeit eingesetzt. Für deren wirtschaftliche Bearbeitung eignen sich mit steigendem Marktanteil hochharte Schleifwerkzeuge mit Diamant oder CBN als Abrasivmittel.

Auch hochwertige Schleifwerkzeuge regelmäßig konditionieren

Damit geringe Toleranzen erreicht und über eine ausreichende Anzahl von Bauteilen sichergestellt werden können, müssen die Schleifwerkzeuge regelmäßig konditioniert werden. Abhängig von der Bindungsmatrix der Schleifscheibe kommen dafür grundverschiedene Abrichtprozesse infrage [1 und 2].

Im Folgenden werden die Prozesse Formabrichten, Punktcrushieren, Profilabrichten und kontakterosives Konditionieren beschrieben. Der Fokus liegt dabei auf der Profilierung der Scheiben.

CBN- und Diamantschleifscheiben mit Kunstharz oder keramischer Bindung abrichten

Als Schleifwerkzeuge können beim Formabrichten sowohl CBN- als auch Diamantschleifscheiben in Kunstharz oder keramischer Bindung abgerichtet werden. Abrichtwerkzeug ist eine mit Diamanten bestückte rotierende Formrolle. Mit radialer Zustellung und einer axialen Vorschubbewegung wird die gewünschte Profilgeometrie durch ein bahngesteuertes Abrichten generiert.

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