EBM-Papst Die aerodynamische Alternative: Auslaufbremse spart Energie
Mit hoher Drehzahl lassen sich bei kompakten Abmessungen große Luftvolumen bewegen. Gleichzeitig steigt aber auch das Gefahrenpotenzial. Zum Schutz steht nun neben Schutzgittern eine neue, aerodynamisch verbesserte Alternative zur Verfügung: eine im Lüftermotor integrierte aktive Auslaufbremse.
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Lüfter gehören in vielen industriellen Anlagen zur Standardausstattung. Sie kühlen, saugen ab, regulieren Luftfeuchte und vieles mehr. Kompakte Abmessungen und hohe Förderleistung bei geringem Stromverbrauch bringen aber auch Einschränkungen bei der Sicherheit. Ein normaler Lüfter läuft heute mit relativ hoher Drehzahl. Durch die leichtgängigen Lager bedeutet das eine lange Auslaufzeit, wenn der Lüfter abgeschaltet wird. Weil rotierende Teile immer Verletzungsgefahr mit sich bringen, wird die Sicherheit über Schutzgitter gewährleistet. Diese bringen aber aerodynamische Nachteile mit sich.
Ein neuer Ansatz, der bei höherer Sicherheit diese Nachteile vermeidet, ist eine aktive Bremse im Lüfter. Wird der Lüfter ausgeschaltet, reduziert die verschleißfreie elektronische Bremse die Auslaufzeit in kürzester Zeit. Die kinetische Energie wird schnell abgebaut, das Verletzungsrisiko reduziert.
Energie im Lüfterrad birgt Gefahrenpotenzial
Rotierende Massen speichern Energie. Diese Eigenschaft, die bei Schwungrädern gewünscht ist, wird bei anderen Rotoren zur Gefahrenquelle. Dies trifft auch auf Lüfter zu, deren Läufer die Energie des Motors durch Flügel auf die Luft übertragen. Mit hoher Drehzahl lassen sich bei kompakten Abmessungen große Luftvolumina bewegen. Gleichzeitig steigt aber auch die gespeicherte Energie im Lüfterrad und damit das Gefahrenpotenzial. Zum Schutz bietet der Lüfterspezialist EBM-Papst aus St. Georgen nun außer Schutzgittern eine neue, aerodynamisch verbesserte Alternative: die im Lüftermotor integrierte aktive Bremse Action-Brake. Sie reduziert die Drehzahl in weniger als zwei Sekunden auf ungefährliche Werte, ohne dabei wie ein Schutzgitter zusätzlichen Bauraum zu benötigen beziehungsweise einen zusätzlichen Luftwiderstand zu erzeugen (Bild 1). Zum Vergleich: Ein Standardlüfter benötigt ohne Bremse 20 Sekunden, um die Drehzahl auf ungefährliche Werte zu reduzieren.
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