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Eine solche über alle Fertigungstechnologien und Maschinentypen hinweg einheitliche Bedienphilosophie erleichtert den Bedienern den Wechsel von Maschine zu Maschine enorm. Sie hilft, Fehler zu vermeiden, und reduziert den Einarbeitungsaufwand. Und der Nutzen reicht noch wesentlich weiter: Ein einheitliches Look-and-feel bei allen Einzeltechniken ermöglicht die sinnvolle Integration mehrerer Spantechniken in einer Maschine, ermöglicht den Typus der Multitasking-Maschinen. Sie sparen Stellfläche ein, sie machen die Fertigung flexibel und rationell und sie erübrigen viele Umspannvorgänge. Das spart nicht nur Zeit und Aufwand, sondern begünstigt auch eine hohe Fertigungspräzision.
So haben sich Multitasking-Maschinen zu einem prägenden Trend in der Fertigungsindustrie entwickelt. Wie gut das leistungsfähige Konzept in der Praxis genutzt werden kann, steht und fällt jedoch mit dem einfachen Zugang zur Maschinenfunktionalität über die CNC. Die Bedienoberfläche Sinumerik Operate wird zudem laufend um Technik- und Bedienfunktionen erweitert, die die auf der CNC verfügbaren Informationen bestmöglich in den Dienst der Anwender und des Fertigungsprozesses stellen. Zuletzt wurden zum Beispiel die Leistungsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit der Hochgeschwindigkeitszerspanung weiter verbessert.
Collision Avoidance und erweiterte Rückzugsfunktion
Kollisionen im Arbeitsraum der Maschine können schwere Schäden verursachen. Obwohl für eine ständige und für alle Spanverfahren wirksame Kollisionsüberwachung in Echtzeit die technischen Voraussetzungen bisher nicht gegeben sind, können Kollisionen zwischen Werkzeug und Werkstück im Verlauf der programmgesteuerten Bearbeitung schon seit längerem zuverlässig vermieden werden. Dies leisten zum Beispiel Offlinefunktionen innerhalb der für Sinumerik verfügbaren NX-CAM-Prozesskette.
Der größte Bedarf, kollisionsbedingte Schäden zu vermeiden, besteht dann, wenn der Bediener in den Prozess eingreift, also bei Programmunterbrechungen und Einrichtvorgängen: Bei der Konzentration auf Werkstück und Schneide kann leicht übersehen werden, dass sich zum Beispiel Schwenktisch und Spindel auf Kollisionskurs befinden.
Die neue Sinumerik-Funktion Collision Avoidance (Bild 3) verhindert in derartigen Situationen teure Schäden, Reparaturen und Stillstandszeiten. Statische und bewegliche Maschinenkomponenten sowie die Werkzeugschneide werden von der CNC effektiv auf Kollisionen überwacht – selbst bei komplexen Techniken wie dem Fünf-Achs-Simultanfräsen oder dem Drehen mit der B-Achse. Schon am Bildschirm kann in der 3D-Visualisierung (Bild 4) die Kollisionsgefahr frühzeitig erkannt werden.
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