Liquidität

Die eigene Bank im Unternehmen schafft Unabhängigkeit

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Bedeutung der Finanzierung in den meisten Unternehmen verkannt

Die meisten Unternehmen sind im sprichwörtlichen Sinne auf einem Bein unterwegs. Gemeint ist die schon fast scheuklappenartige Fixierung auf den leistungswirtschaftlichen Bereich des Unternehmens (Produktion, Forschung und Entwicklung, Vertrieb, ...). Alles und jeder konzentriert sich auf diesen einen Bereich.

Das zweite Bein, der Finanzbereich, der ebenso elementar wichtig ist, wird oft als notwendiges Übel verstanden und ist dementsprechend unterentwickelt. Unternehmen bestehen grundsätzlich aus zwei Leistungssphären: dem leistungswirtschaftlichen Bereich, in dem die Lösungen für die Kunden erforscht, entwickelt, produziert, beschafft und verkauft werden, und dem finanzwirtschaftlichen Bereich, der den leistungswirtschaftlichen unabhängig finanziert.

Das fehlende zweite Finanzierungsbein ersetzt häufig das Controlling oder den Bereich Finanzen (Treasury). Wenn man dann einen Blick in das sogenannte Treasury/den Finanzbereich wagt, dann entdeckt man meist die Buchhaltung als Kommunikationsverbindung zur Bank wegen Krediten, Auslandsgeschäften (Import/Export), die Kommunikation zu Finanzbehörden, Wirtschaftsprüfern und Aktionären, das Rechnungswesen und die Bilanzierung. Eine Finanzierungseinheit, die die Finanzierung des Unternehmens selbstständig und unabhängig von Banken sowie Kunden sicherstellt, findet man dort nicht.

Finanzierung und Konkurrenzfähigkeit sind dauerhaft sicherzustellen

Sinn und Zweck des finanzwirtschaftlichen Bereichs ist es, dafür zu sorgen, dass unabhängig vom Umsatz, Gewinn/Cashflow (Kunden) und externen Geldgebern (Banken, ...) die Finanzierung und somit das Überleben des Unternehmens dauerhaft sichergestellt ist. Im Zentrum steht ein operatives und strategisches Finanzmanagement, das in der Funktionalität dem einer Bank und dem einer Vermögensverwaltung ähnelt. Damit gemeint ist insbesondere das Finanzierungs- und Anlagemanagement. Der Bereich finanziert bankenunabhängig den leistungswirtschaftlichen Bereich und verwaltet beziehungsweise managt das Vermögen wie eine Vermögensverwaltung.

Ganzheitlich – im Sinne unseres Wirtschafts- und Finanzsystems – betrachtet positioniert sich das Unternehmen mit dem vollentwickelten finanzwirtschaftlichen Bereich in der Finanzwirtschaft. Damit ist das Unternehmen in beiden Wirtschaftsbereichen richtig positioniert. Zum einen mit dem leistungswirtschaftlichen Bereich in der sogenannten Realwirtschaft und zum anderen mit dem finanzwirtschaftlichen Bereich (Bank und Vermögensverwaltung) in der sogenannten Finanzwirtschaft. Ziel dabei ist grundsätzlich immer, die Handlungsoptionen (Flexibilität) im leistungswirtschaftlichen Bereich zu erhöhen, Abhängigkeiten zu vermeiden oder zu reduzieren und die Überlebensfähigkeit des gesamten Unternehmens zu sichern.

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