Droht Rezession?

Die Lage in der deutschen M+E-Industrie ist kaum auszuhalten!

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Die Forderungen der IG Metall sind aus der Zeit gefallen

In dieser Lage stellt die IG Metall mit sieben Prozent mehr Entgelt und 170 Euro mehr Ausbildungsvergütung eine der höchsten Tarifforderungen der jüngeren Vergangenheit auf. Brossardt kommentiert: „Ausgehend vom hohen Entgeltniveau, einem realen Lohnplus von 13 Prozent in den letzten 15 Jahren und einem Rekordabschluss in der letzten Tarifrunde ist diese Forderung mehr als unverständlich.“ So ist die M+E-Produktivität zwischen 2017 und 2023 um 2,5 Prozent gesunken – im ersten Halbjahr 2024 sogar um über sechs Prozent eingebrochen. Hohe Entgelte, sichere und mehr Arbeitsplätze kann man sich schließlich nur bei gleichzeitig steigender Produktivität leisten. „Leitlinie jeder Entgelterhöhung ist die Orientierung am Produktivitätswachstum, weil wir nur verteilen können, was wir vorher erwirtschaftet haben“, wie Brossardt klarmacht. Steigende Entgelte und Arbeitskosten bei sinkender Produktivität ließen die für die internationale Wettbewerbsfähigkeit entscheidenden Lohnstückkosten aber massiv ansteigen. „Die Abwanderung ins Ausland ist außerdem längst im Gange, die De-Industrialisierung bittere Realität“, wie der Experte betont. Hier sind die Tarifpartner eben gefragt, Verantwortung zu übernehmen. „Wir brauchen einen Abschluss mit Augenmaß, der unseren Standort, unsere bayerische M+E-Industrie wieder zurück nach vorne bringt. Ein Gewerkschaftsbonus gehört sicher nicht dazu“, wie Brossardt abschließend konstatiert.

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