Leichtbauroboter Die nächste Stufe der Montageautomatisierung im Automobilbau
Zwei Leichtbauroboter mit integrierter Kraft- und Momentenregelung führen anspruchsvolle Aufgaben in der Hinterachsmontage durch. Damit konnte eine hohe Produktivität in Verbindung mit einer noch höheren Flexibilität erreicht werden.
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Verschiedene Strategie-Beratungsunternehmen prognostizierten vor Jahren, dass die Produktion hierzulande um 30 bis 50% effizienter und auf allen Ebenen schneller werden muss, um weiterhin an der Spitze bestehen zu können. Dieser Anspannungsgrad hat sich zwischenzeitlich durch die zunehmende Marktdynamik und Volatilität verstärkt und erfordert nun neben effizienteren Wertströmen auch eine wandlungsfähige Produktion. Dem Spagat zwischen volatilen Märkten und wirtschaftlichen Prozessen muss über neue Zielanforderungen in der Konzeptentwicklung von flexiblen Produktionsprozessen Rechnung getragen werden.
Produktion muss künftig in Rekordzeit anlaufen
In den nächsten Jahren entstehen in der Automobilindustrie unterschiedlichste alternative Antriebskonzepte, die sich von Grund auf in ihrer Bauweise unterscheiden [1]. Für die Fabriken von morgen wird nach Lösungen gesucht, die Entwicklung, Produktion und Inbetriebnahme in Rekordzeit zu ermöglichen. Der notwendige Wandel in der Produktion wurde von Mercedes-Benz schon vor Jahren erkannt und führte in der Montage der Hinterachse der aktuellen C-Klasse zur Entwicklung eines völlig neuartigen Montagekonzepts, das im Jahr 2008 mit dem IEEE-Award ausgezeichnet wurde [2].
45 Roboter arbeiten Hand in Hand
Die Montageexperten aus der Daimler Werkstoff- und Fertigungstechnik tüftelten an der so genannten „Montage 21“ und entwickelten eine hocheffiziente Hinterachsmontage mit über 45 kooperierenden Robotern, die miteinander vernetzt und Hand in Hand arbeiten. Nach jedem erfolgten Montageschritt werden die Komponenten von einem Roboter zum nächsten gereicht. Das spart Fließbänder und ermöglicht eine kompakte Bauweise der Anlage.
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