Dichtungen Die passende Dichtung für den optimalen Schutz

Von Stefanie Michel

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Ob in Maschinen oder Komponenten, ob in der Fertigungs- oder in der Prozessindustrie: die Dichtungstechnik muss auf all die Herausforderungen Lösungen entwickeln. Einige solcher Lösungen, die vor Kurzem auf den Markt kamen, stellen wir Ihnen hier vor.

Wellen in Werkzeugmaschinen, Turbinen und Getrieben sowie Motorspindeln stellen die Dichtungstechnik vor eine große Herausforderung.(Bild:  KTN Kugellagertechnik Neely)
Wellen in Werkzeugmaschinen, Turbinen und Getrieben sowie Motorspindeln stellen die Dichtungstechnik vor eine große Herausforderung.
(Bild: KTN Kugellagertechnik Neely)

Die „Allzweck-Dichtung“ gibt es natürlich nicht – dafür sind die Anforderungen an Werkstoffe, Anwendungsparameter oder Rahmenbedingungen zu spezifisch und zu vielfältig. Je nach Branche und Einsatzbereich stehen beispielsweise Temperaturbeständigkeit, Öl-, Witterungs- oder auch Säurebeständigkeit im Fokus. Auch die mechanische Beanspruchung sowie Normen und Vorschriften spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und dem Einsatz von Dichtungen. Aus diesem Grund geben wir Ihnen einen kleinen Überblick über Neuheiten aus unterschiedlichen Branchen und für diverse Einsatzbereiche.

Wellen in Werkzeugmaschinen, Turbinen und Getrieben oder Motorspindeln stellen die Dichtungstechnik vor eine große Herausforderung. Denn durch die Rotationsbewegung werden gewöhnliche, schleifende Lagerisolatoren einer schnellen Abnutzung ausgesetzt, während beim Einsatz kontaktfreier Varianten in der Regel Abstriche in Bezug auf die Dichtheit hingenommen werden müssen.

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Inpro/Seal: Berührungslos an Wellen abdichten

Eine Lösung für diese Herausforderung sind berührungslose Labyrinthdichtungen wie die von Inpro/Seal. Sie sind vollkommen verschleißfrei und zugleich in horizontaler Lage von innen und außen sowohl im statischen als auch im dynamischen Betriebszustand nach der Schutzklasse IP66 komplett fremdkörper- sowie wasserdicht. Bei besonders hohem Staub- oder Druckaufkommen kann zusätzlich eine Sperrluftunterstützung integriert werden, während optionale Erdungsringe auch bei elektrischen Motoren einen sicheren Betrieb gewährleisten, so der Hersteller.

„Die meisten Dichtungen an Wellen von Werkzeugmaschinen, Prozesspumpen und an Motorspindeln sind aufgrund der hohen Drehzahlen entweder extrem verschleißbehaftet oder können im Falle einer berührungsfreien Konstruktion keine 100-prozentige Dichtheit während des Stillstands garantieren“, so Herbert Neely-Skirde, Geschäftsführer der KTN Kugellagertechnik Neely GmbH & Co. KG, der als technischer Servicepartner die Dichtungen im deutschsprachigen Raum vertreibt.

Hinzu komme, dass sich die Installation aufwendiger und massiver Lagerisolatoren häufig kompliziert gestalte und diese sich für viele spezifische oder platzsparende Anwendungen nicht eignen. Mit den patentierten Labyrinthdichtungen von Inpro/Seal biete KTN dagegen Lösungen, die sowohl nach Schutzklasse IP66 absolut zuverlässig gegen Staub und Flüssigkeiten abdichten als auch in unterschiedlichen Größen, Varianten und Materialien verfügbar sind. So kann speziellen Anforderungen wie besonders kleinen Maßen, sehr hohen Drehzahlen, Korrosionsbeständigkeit, Sperrluftintegration, ATEX-Eignung oder Lagerstromschutz individuell begegnet werden.

Verschleiß- und wartungsfreie Konstruktion

Die patentierten Labyrinthdichtungen von Inpro/Seal sind verschleißfrei und sowohl im statischen als auch im dynamischen Betriebszustand nach der Schutzklasse IP66 zu 100 Prozent fremdkörper- sowie wasserdicht.(Bild:  KTN Kugellagertechnik Neely)
Die patentierten Labyrinthdichtungen von Inpro/Seal sind verschleißfrei und sowohl im statischen als auch im dynamischen Betriebszustand nach der Schutzklasse IP66 zu 100 Prozent fremdkörper- sowie wasserdicht.
(Bild: KTN Kugellagertechnik Neely)

Bei den patentierten Lagerisolatoren von Inpro/Seal handelt es sich um sogenannte Fliehkraftdichtungen. Dies bedeutet, dass eingedrungene Schmierstoffe, Flüssigkeiten und Stäube durch ein Zusammenwirken des komplexen Aufbaus mit der Zentrifugalkraft innerhalb der Dichtung in Kammern gedrückt und über Nuten wieder zurück ins System geführt beziehungsweise nach außen hin weggeschleudert werden. Zwischen den beiden einander nicht berührenden Komponenten der Labyrinthdichtung befindet sich ein O-Ring aus VBX, der an Rotor und Stator anliegt und den Zwischenraum so im bewegungslosen Zustand zu 100 Prozent abdichtet.

Auf eine Schmierung der Oberflächen kann gänzlich verzichtet werden, sodass die Anwendung nicht durch die Eigenschaften der Schmierstoffe und die zulässige Temperaturspanne eingeschränkt wird.

Standardmäßig werden die Inpro/Seal-Dichtungen aus Bronze gefertigt. Je nach individueller Anwendung – etwa bei hochdrehenden Spindeln, besonders starken Temperaturspitzen, im ATEX- oder Lebensmittelbereich sowie bei Anforderungen an ein möglichst geringes Eigengewicht – kann das Material jedoch variieren. So sind neben Bronze oder Messing auch Aluminium, Niro-Stähle, Titan, spezielle O-Ringmaterialien oder Kombinationen dieser Werkstoffe möglich.

Integration von Sperrluft und schützenden Erdungsringen

Steht die Dichtung unter großem Druck von außen, kann zusätzlich Sperrluft in das System integriert werden. Dies geschieht durch eine radiale Bohrung. Für eine effektive Sperrluftunterstützung genügt bei den Labyrinthdichtungen von Inpro/Seal ein Druck von 0,3 bar über Atmosphärendruck. Insbesondere für den Betrieb an elektrischen Motorspindeln können überdies spezielle Erdungsringe (CDR) angebracht werden – entweder nachträglich von außen oder als sogenannte Motor Grounding Seal (MGS) in die kompakte Konstruktion der Dichtung integriert. Der CDR hält einen kontinuierlichen Erdungskontakt und leitet auftretende Wellenströme auf diese Weise ab, um Schädenn durch Entladungen zu verhindern. Nur die verschleißbehafteten Kohlestifte sind von außen zugänglich und können über eine Verschraubung schnell ausgetauscht werden.

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