Spanende Fertigung Die richtige Einstellung
Das Voreinstellen von Werkzeugen führt zu höherer Produktivität von Dreh- und Fräsmaschinen.
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Der zunehmend internationale Wettbewerb sowie daraus resultierend ein hoher Kostendruck kennzeichnen die aktuelle Situation auch bei den Anwendern in der spanenden Industrie. Wer in diesem Umfeld dennoch in der Lage sein will, nachhaltige Erträge zu erwirtschaften, muss die gesamte Prozesskette ganzheitlich optimieren. Dazu zählt auch der Einsatz von Werkzeugvoreinstellgeräten in der Fertigung, um so die in Relation teuren Werkzeugmaschinen von unproduktiven Rüstarbeiten zu befreien und so deren Verfügbarkeit berechenbar zu steigern.Bei entsprechendem Bedarf oder zu erschließenden Rationalisierungseffekten sind Anwender spanender Werkzeugmaschinen bereit, hunderttausende von Euro in innovative Maschinentechnik zu investieren. Umso erstaunlicher ist es, dass im gleichen Umfeld versteckte Potenziale oftmals ungenutzt bleiben, obwohl sie ohne großen Aufwand und zudem kostengünstig nutzbar gemacht werden könnten.Ein Beispiel dafür liefert das externe Werkzeugvoreinstellen, das im Zeitalter von Linearantrieben, Highspeed, Komplettbearbeitung oder 5-Achs-Technologien als Rationalisierungstool sehr oft noch unterschätzt wird. Ein Grund dafür mag sein, dass Werkzeugvoreinstellgeräte wie die Microset-Systeme von DMG sich in der Relation eher unspektakulär zeigen, zudem selbst nicht produktiv arbeiten und sich demnach erst im zweiten Schritt über einen höheren Auslastungsgrad der produzierenden Werkzeugmaschinen amortisieren.Jedoch sind die Vorteile zu offensichtlich, um sie nicht zu erkennen ] zumal die Einstiegskosten ab 10 000 Euro für ein komplettes Microset-System im Vergleich zur Werkzeugmaschine gering sind. Deshalb gehen Experten auch davon aus, dass es angesichts des überschaubaren finanziellen Aufwands keine Frage ist, ob sich ein Werkzeugvoreinstellgerät rechnet, sondern es bei Rationalisierungseffekten von mehr als 15% nur darum geht, ob sich die Investition schnell oder schneller amortisiert.Dabei gilt diese Einschätzung unabhängig von der jeweiligen Ausführung und dem Ausrüstungsgrad der Einstellgeräte, die stets auf den individuellen Bedarf des Anwenders abgestimmt werden. Voraussetzung dafür ist, dass ein Anbieter den Kunden ein entsprechend diversifiziertes Programm von der Einsteigerklasse bis zum netzwerkintegrierten Highend-System bietet. Vor diesem Hintergrund zählt die DMG Microset GmbH zu den führenden Anbietern in diesem Marktsegment. Die Basis für genaue Ergebnisse bildet bei den verschiedenen Microset-Offerten stets ein Maschinenbett in verrippter, verwindungssteifer Graugusskonstruktion und der Einsatz hochwertiger Komponenten. Alle Geräte verfügen über einen sogenannten Edge-Finder. Über einen Laserstrahl unterstützt dieses Feature den Bediener bei der Positionierung der Werkzeugschneide. Das spart Zeit und beugt Fehlern vor. Aufgrund der immer höheren Anforderungen in der Praxis geht der Trend darüber hinaus in Richtung kameragestützter Messmethoden, die nicht nur ein Maximum an Komfort und Produktivität bieten, sondern auch dem weniger qualifizierten Mitarbeiter das Erreichen optimaler Ergebnisse ermöglichen. Ein Beispiel dafür ist die Prima-Baureihe für große Werkzeuge bis 1000 mm Durchmesser und 815 mm Länge. Diese Geräte verfügen über etliche Hightech-Features wie eine hochwertige CCD-Kamera, ein telezentrisches Objektiv, eine Blaulicht-Beleuchtung und zwei 17“-TFT-Bildschirme. Darüber hinaus sorgt die Windows-basierende Microvision-III-Software sowohl für eine optimale Bedienerführung mit interaktivem Messassistenten als auch für den perfekten Support im vernetzten Fertigungsverbund. Der interaktive Messassistent ermöglicht zusammen mit leicht verständlichen Bildschirmdialogen ein intelligentes Messen auch bei komplexen Werkzeugen. Unter anderem erleichtert ein spezieller Formel-Editor das Vermessen schwieriger Sonder- und Formwerkzeuge. Im Einstellprozess selbst sorgen dann CNC-Achsen und die angesteuerte Einstellspindel mit Autofokus-Funktion und automatisch ablaufenden Messzyklen für Komfort und Genauigkeit.Zudem ist dank Microvision III die Integration in bestehende Netzwerkstrukturen ebenso gegeben wie der Zugriff auf Werkzeugverwaltungssysteme beziehungsweise der Import bestehender Werkzeugdateien aus allen gängigen Systemen. Die ermittelten Werkzeugdaten lassen sich anschließend über Ethernet oder LAN/W-LAN an den Server übertragen oder in einem Chip am Werkzeug speichern. Im Toolmanagement können dabei jedem Werkzeug beliebige Zeichnungen, Fotos oder Tabellen zugeordnet werden, sodass bei der Werkzeugeinstellung und -vermessung alle wichtigen Informationen jederzeit aufrufbar sind.Zusätzlich zu den automatischen Messfunktionen ist bei der Prima-Baureihe ein Profilprojektor integriert, der auch dem ungeübten Anwender eine Werkzeugvermessung ermöglicht. Und zur Qualitätskontrolle kann die Schneide als Livebild in zirka 50-facher Vergrößerung abgebildet werden. Damit lassen sich selbst kleinste Beschädigungen oder Verschleiß im Auflichtverfahren vom Bediener auf einen Blick sofort erkennen.Für kleinere Werkzeuge bis 420 mm Durchmesser und 465 mm Länge offeriert DMG Microset sein Eco-System. Konzipiert als kameragestütztes System bietet es einen hohen Bedienkomfort aufgrund der Bildverarbeitungssoftware Microvision II. Zudem ist dank eines speziellen Formatierungsprogramms (Option) der schnelle und fehlerfreie Werkzeugdatentransfer direkt in die Maschinensteuerung möglich. Dabei ist die Ethernet-Schnittstelle für die Netzwerkanbindung bereits on-board.Schneller Werkzeugdatentransfer in die SteuerungDritte Säule des Microset-Geschäfts ist die Uno-Baureihe, die auf den Bereich kleinerer Werkzeugabmessungen bis 230 mm Durchmesser und 370 mm Länge zielt. Ausgestattet mit Profilprojektor oder Kamerasystem mit Bildverarbeitungssoftware Microvision I (optional), bietet diese Geräteserie hohe Genauigkeit bei gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.Komplettiert wird das Produktportfolio schließlich durch die neuen Viva-320-Systeme. Speziell entwickelt für das Segment der Drehautomaten und Mehrspindler liefern sie perfekte Einstellergebnisse bei Werkzeugabmessungen bis 320 mm. Bereits in der Standardausführung ist Viva 320 mit dem Bildverarbeitungssystem Microvision II ausgestattet. Darüber hinaus wird ein modulares Optionenpaket angeboten, aus dem heraus sich der Anwender ein applikationsorientiertes Einstellgerät konfigurieren kann. Das Paket umfasst unter anderem ein Revolvermagazin zur Aufnahme mehrerer Einstelladapter sowie eine zweite Kamera für die Drehmitteneinstellung.Alle Microset-Geräte sind in der Standardausführung mit einer Präzisionswerkzeugeinstellspindel für Steilkegel ISO50 ausgestattet. Zudem sind Aufnahmen für andere Steilkegel oder HSK- und VDI Schäfte verfügbar. Die Systeme der Prima-Baureihe bieten darüber hinaus noch die Möglichkeit zur Integration individueller Schnellwechseladapter mit integrierter Werkzeugspannung.
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